Disrupt-Yourself
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Disrupt Yourself – Digitaler Wandel und Deutschland schläft

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Die Welt verändert sich, der digitale Fortschritt ist greifbar und niemand von uns kann diesem entrinnen. Ein Job ohne Technik ist kaum noch vorhanden, die Technik ersetzt immer mehr Arbeit, die ein Mensch verrichten kann. Werden wir Menschen unbrauchbar? Nimmt die Technik unsere Arbeitsplätze weg? Christoph Keese hat sich in dem Buch „Disrupt Yourself“ mit dem digitalen Wandel auseinandergesetzt. Was sollten wir tun und wie könnte unsere Zukunft aussehen?

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Blogger sind ein Zeichen des Wandels

Wenn du auf dich auf dieser Seite aufhältst, sollte dir klar sein, dass auch der Beruf Blogger sich in die Arbeitswelt geschlichen hat. Ein Job, den es einst nicht gab, er hat sich mit der Technik entwickelt und verbreitet. Es werden sogar immer mehr Berufe gebildet, die einst vom Blogger stammten.

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Warum ist es immer noch schwierig, anderen den Beruf des Bloggers oder ähnliche Berufe zu erläutern. Ich arbeite in Teilzeit in einem ganz „normalen“ Beruf im Büro. Die andere Hälfte des Tages verbringe ich an meinem Schreibtisch Zuhause und ja, auch hier arbeite ich. Ich bin nebenberuflich selbstständig. Ich habe E-Mails zu schreiben und Beiträge wie diese zu veröffentlichen und ja, dafür werde ich auch bezahlt. Wenn ich dann im „richtigen“ Job Feierabend mache, sitze ich also an meiner eigenen „richtigen“ Arbeit. Leider versteht das mein Umfeld noch nicht. Mich erreichen Anrufe, wie „Du hat doch schon Feierabend, kannst du gerade…“ „Ich brauche deine Hilfe, machst du…“ oder ganz schockierte Anrufe wie „Wie arbeiten? Du hast doch schon Feierabend!“ 

Beruf nicht anerkannt


Solche Reaktionen machen mich manchmal wirklich nervlich fertig. Immer wieder muss ich mich rechtfertigen, was ich tue, aber warum? Kann das nicht endlich akzeptiert werden, dass auch Blogger/Contentmanager auch richtige Jobs sind, die Geld bringen können. Weil dieser Job rein im Internet abläuft, und damit nichts greifbares ist, heißt es noch immer nicht, dass nichts dabei herum kommt. Andere gehen davon aus, dass Bloggen ist nur eine Phase. Irgendwann ist die Zeit vorbei, Blogs sind nur eine Blase die früher oder später platzen. Auch das Konzept des Homeoffice wird nicht funktionieren, denn welcher Chef erlaubt seinen Mitarbeiterin das Arbeiten von Zuhause? Hier können die Mitarbeiter schließlich nicht kontrolliert werden. Ganz besonders was der Beruf des Blogger mit sich gebracht hat, musste Christoph Keese 1997 am eigenen Leib miterleben. 

Journalisten von Disruption betroffen


Christoph Keese ist Journalist und befindet sich im Spätsommer 1997 in einem großen Saal namens Kalkscheune. Hier findet ein Kongress statt mit dem Thema Veränderung der Medien durch Weblogs, damals noch ein unbekanntes Medium. Er wird gebeten die Position der Journalisten zu vertreten, ihm gegenüber stehen drei Aktivisten der Blogger-Szene. Die Sprecher der Blogger-Szene ergreifen das Wort und erklären, dass Informationen frei und Journalisten lediglich Torhüter sind, die niemand mehr brauch. Die Bürger sollen selber entscheiden, welche Informationen verbreitet werden sollen und auf welchem Wege. „Bürgerjournalismus ist die Zukunft. Journalisten leisten nichts, was elektronisch vernetzte Bürger nicht auch leisten können.“ (Zitat Seite 10, Zeile 5, Disrupt Yourself). Du kannst dir vorstellen, dass Christoph Keese total überrumpelt war und ihm einfach nicht klar war, dass sein Beruf verschwindet. So wie es ihm 1997 erging, so geht es immer mehr Menschen heute. Die Digitalisierung schreitet voran, die Berufswelt verändert sich, nur Deutschland schläft. Genau dieses Thema wird in seinem Buch „Disrupt Yourself – Vom Abenteuer, sich in der digitalen Welt neu erfinden zu müssen“ behandelt. 

Disrupt Yourself –
sich selber neu erfinden


Disrupt Yourself bedeut, sich selber neu zu erfinden, bevor es jemand anderes tut. Die Digitalisierung setzt uns unter Druck. Denn ungefähr die Hälfte der heutigen Arbeitsplätze und ein Großteil der gegenwärtigen Firmen werden verschwinden. Das passiert nicht von heute auf morgen, sondern das wird in den nächsten 5 bis 15 Jahren passieren. Wir müssen uns nicht um unsere Arbeitsplätze sorgen, im Gegenteil, wir müssen die Digitalisierung vorantreiben und uns informieren, weiterbilden und unser Wissen in die Umwandlung einfließen lassen. Die Berufe haben sich in den letzten Jahrhunderten ständig verändert, sie wurden häufig optimiert. Ganz einfach zu erkennen an den alten Bauern. Früher wurde das Feld noch per Handarbeit bearbeitet, heute unterstützen uns Maschinen bei der Arbeit. Die Bauern sind dadurch nicht arbeitslos geworden. Im Gegenteil, sie können viel mehr Ackerfläche bewirtschaften und sie haben andere Aufgaben erhalten. Die Pferde wurden auch von den Automobilen ersetzt, sie sind aber nicht ausgestorben. Sie werden für Turniere trainiert oder dienen als Rennpferde. Das Reiten von Pferden wurde zum Hobby.

Die Regierung versteht die neuen Medien nicht, zu erkennen an den jüngsten Entscheidungen

Christoph Keese hat viele Firmengründer interviewt, die die Digitalisierung vorantreiben wollen und den Wandel der Welt deutlich wahrnehmen. Er spricht aber auch mit alt eingesessenen CEO’s, die nicht der Meinung sind, dass wir die Welt verändern müssen. Er spricht mit Menschen, die Angst vor den Veränderungen haben und fragt konkret nach den Gründen. Der Autor fasst das Thema der Digitalisierung sehr gut zusammen und bespricht auf den Punkt genau, das Problem unserer Regierung. Denn anhand der neuesten Entscheidungen sehen wir alle, dass die Regierung das Internet und damit die Entwicklung der Welt nicht versteht. Es heißt, dass Deutschland wirtschaftlich gut gestellt ist und immer einen Schritt in Richtung Zukunft geht, doch wenn wir uns das genauer ansehen, so hinkt Deutschland mittlerweile hinterher. Der Weckruf an die Politik des Autors hat meine Empfindungen unterstrichen.

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Weckruf an die Politiker –
Wir haben die Freiheit uns neu zu erfinden!

Unsere Politiker brauchen einen Weckruf, eine Glocke, die im Kanzleramt aufgestellt wird und die laut läuten muss „Wir haben die Freiheit, uns neu zu erfinden.“ (Seite 261 letzte Zeile, Seite 262 Zeile 1). Das Internet existiert nicht erst seit wenigen Jahren. Selbst der Erfinder Tim Berners-Lee hat nicht mit dem Erfolg gerechnet. Die Politik kann nicht mehr so tun, als würde die Computertechnik sie nichts angehen. Sie dürfen sich auch nicht darauf beschränken, uns vor den angeblich gefährlichen Daten  zu schützen. Sie versuchen uns davon loszueisen indem sie erklären, wie böse das Internet und die damit auftretende Technik ist. Weil sie einfach die Kontrolle verlieren über unsere Meinung, unser Wissen und unsere Möglichkeiten selber tätig zu werden. Die Politik muss mit gutem Beispiel voran gehen. Sie muss lernen, die Technik genau zu verstehen und den Umgang mit der sogenannten Gefahr organisieren.

DSGVO oder Artikel 13 erschweren die Digitalisierung

Die Regierung erschwert uns lediglich den Umgang mit der Digitalisierung mit der neuen Datenschutzgrundverordnung oder dem Artikel 13. Diese Entscheidungen zeigen, dass die Regierung keine Ahnung von dem Nutzen von Social Media hat. Oder aber sie zeigt, dass sie Ahnung haben, aber sie nicht mehr möchte, dass wir Bürger unsere Meinungen frei äußern und unsere eigenen Inhalte mit der Welt teilen können. Wie bereits damals die Journalisten entscheiden konnten, welche Inhalte und Informationen, sie der Welt zeigen wollten und was lieber im Verbogenen bleiben sollte, so möchte vielleicht die Regierung das gleiche tun? Ich möchte keine Hetzjagd gegen die aktuelle Regierung vorantreiben, ich wünsche mir nur, dass die Regierung mehr über die aktuellen Probleme nachdenkt und nicht über Steuern, Flüchtlinge oder die Rente spricht. Das sind Themen, die bereits seit Jahren debattiert werden, das Angela Merkel aber bereits zu Beginn ihrer Amtszeit versprochen hat, das Land mit Breitbandnetzen zu versorgen, stattdessen aber seit 13 Jahren davon nichts wahr geworden ist und immer noch sehr viele Funklöcher in Deutschland vorhanden sind, wird radikal ignoriert. Wir können nicht leicht, wir können nur schwer.

Es wird Zeit für einen Wandel, hilf dabei und du wirst nicht desruptiert

Es wird zeit für einen Wandel und das müssen wir alle vorantreiben. Auch wenn ich jetzt überwiegend über die Regierung gesprochen habe, die den Wandel nicht wahrhaben möchte, so liegt die Veränderung in jedem von uns. Wir müssen etwas tun, etwas produktives und nicht nur jammern und andere verantwortlich machen. Nur wen auch du etwas tust, verhinderst du, dass du desruptiert wirst. Du kannst deinen Job retten, indem du beim Wandel mithilfst und dich einbringst. Genau dies ist auch die Grundaussage von Christoph Keese, wir müssen tun, damit wir nicht verloren gehen. 
Disrupt Yourself ist ein gutes Buch, das zum Denken anregt. Der Autor bietet viele wichtige Informationen und hat Interviews mit den unterschiedlichsten Menschen geführt. Du lernst jede Sichtweise der Digitalisierung kennen und verstehen. Christoph Keese war selber von der Disruption betroffen, sein Job musste dran glauben, daher hat er sich mit dem Thema auseinandergesetzt und ist mit dem Wandel gewachsen.

Zusammenfassungen und ausgezeichnete Gliederung

Disrupt Yourself ist teilweise ein recht trockenes Buch und bietet viele Details für Unternehmer oder Führungskräfte. Er weißt im vorherigen Kapitel auch daraufhin, wenn das nächste Thema für Privatpersonen nicht greifbar ist. Dann empfiehlt er auch das Kapitel zu überspringen. Besonders gelungen sind die Zusammenfassungen des Autors am Ende eines jeden Kapitels. Dadurch gewinnt man einen genauen Überblick über die Dinge, die man selber tun oder beachten muss, um von dem Wandel nicht überrollt zu werden. 


Wie siehst du die Digitalisierung der Welt? Hast du Sorge um deinen Arbeitsplatz oder bist du offen für Veränderungen?


Im Hinblick auf meine Meinung zur Politik möchte ich auf die Europawahlen am 26.05.2019 in Deutschland hinweisen. Bitte nehmt die Chance war und geht wählen, es betrifft jeden! 

In-Liebe-Mia

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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