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Kulinarisch durch Russland – Tschebureki

Ich habe dir im Jahresrückblick erzählt, was dich dieses Jahr auf Mianania erwartet. Unter anderem sagte ich, dass ich dir in der Küche Rezepte aus meiner Kindheit vorstellen möchte. Ich bin in Kasachstan geboren und kam 1993 nach Deutschland. Somit war ich 2 1/2 und habe mein Leben in Deutschland verbracht. Aber Zuhause sprechen wir oft russisch und Mama kocht immer noch russische Rezepte.

In Russland leben viele unterschiedliche Völkergruppen

Ich liebe viele russische Gerichte und möchte sie natürlich auch erlernen und später meinen Kindern kochen. Schließlich gehören sie irgendwie zu mir und meiner Herkunft. Russland ist ein großes Land, ich zähle auch Kasachstan, Weißrussland und andere Länder dazu, in denen üblicher Weise russisch gesprochen wird und die selbe Mentalität ausgelebt wird. Russland an sich, teilt man auf in unterschiedliche „Bundesländer“, so würde man dies bei uns in Deutschland bezeichnen und jedes „Bundesland“ hat eine andere Art oder abweichende Traditionen und auch teilweise eine andere Sprache.

Ebenso wie in Deutschland, hier werden auch unterschiedliche Sprachen gesprochen und andere Traditionen und Trachten geführt.

Daher werde ich dir in der Serie Kulinarisch in Russland unterschiedliche und sehr beliebte russische Gerichte zeigen und gleichzeitig etwas aus dem Land erzählen sowie die Geschichte der Speisen.

Tschebureki stammen von den Krimtataren

Eins vorab, die russische Küche kann man durchaus als deftige Küche bezeichnen. Öl, Teig und ganz wichtig Fleisch, gehören zum Lebensmittelstandard.

Wie in der Überschrift erkennbar, geht es heute um Tschebureki (чебуреки), ein herzhaftes russisches Gericht, welches ganz ursprünglich aus der Küche der Krimatataren stammt.

Die Krimatataren sind eine ursprünglich auf der Halbinsel Krim lebende muslimische turksprachige Ethnie. Von den Türken aus der Türkei, werden die Krimtateren gerne als Krimtürken bezeichnet. Denn die Schriftsprache lässt sich vom Osmanischen ableiten und steht daher dem Türkischen sehr nahe. Die Ähnlichkeit der Sprache ist bei dem Tscheburek auch zu erkennen. Denn das Wort ist eine Abwandlung aus dem krimtatarischen Wort çüberek bzw. dem türkischen çiğ börek.

Der Tscheburek ist eine flache, halbrunde Teigtasche, die bei uns gewöhnlich mit Hackfleisch, Kartoffelbrei oder Kartoffelbrei und Käse gefüllt ist. Er wird in einer heißen Pflanzenöl-Pfanne goldgelb gebraten. In Russland handelt es sich beim Tscheburek um Fastfood, es gibt spezielle Tschebureki-Stuben (Imbissstand), in denen man sich seinen Hunger zwischendurch stillen kann. Aber auch in Restaurants oder Supermärkten kann man Tschebureki essen. Man könnte sagen, dass es sich dabei um die russische Tiefkühlpizza handelt.

Wie macht man sich selber Tschebureki?

Der Teig ist ein Grundteig, den man bei vielen russischen Rezepten verwendet.

200 ml Milch
200 ml Wasser
2 Eier
ca. 1 kg Mehl
Salz

Die Zutaten werden zusammengefügt, dabei entsteht ein glatter Teig. Sollte der Teig klebrig sein, sollte etwas Mehl hinzugefügt werden. Ich habe ca. 20 Tschebureki hinbekommen. Wem das zu viele sind, kann weniger Zutaten verwenden. Ich mache gerne mehr und friere einige davon ein.

Für die Füllung benötigt man

1 kg Hachfleisch
300 g Zwiebel (klein gehackt)
Salz und Pfeffer

Die Zutaten werden ebenfalls zusammengefügt und gut durchgeknetet. Ich schneide dann ein etwas größeres Stück vom Teig ab und rolle diesen zu einer lange Wurst. Dann schneide ich ca. 3-5 cm große Stücke ab, drücke sie etwas ins Mehl und rolle sie dann mit der Küchenrolle aus. Die  dünn ausgerollten Teigkreise werden mit dem Hackfleisch befüllt, die Enden des Kreises werden zusammengefügt und für die Musterung mit einer Gabel zusammengedrückt.

In einer Pfanne wird soviel Öl erhitzt, dass die Tschebureki drin schwimmen. Dann werden sie von beiden Seiten ausgebraten und können anschließend verzehrt werden. Tschebureki können als Hauptmahlzeit gegessen werden, bei uns werden sie (obwohl sie sehr deftig sind) als Snack angesehen. Sie können auch gut eingepackt werden und auf einer weiten Reise als „Butterbrot“ gegessen werden.

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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