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Warum backen wir Plätzchen und ein tolles Waffel-Plätzchen-Rezept

Warum backen wir Kekse zu Weihnachten? Das Weihnachtsgebäck zählt zu den haltbaren Dauerbackwaren und die Geschichte hat gezeigt, dass es bereits in der vorchristlichen Zeit rituelles Backen zu Festzeiten gab. Der Ursprung des heutigen Weihnachtsgebäcks, wie wir es kennen, liegt vermutlich in den mittelalterlichen Klöstern. Zum Gedenken an die Geburt Jesu war erlesenes Backwerk üblich, sowie auch der Stollen, als ein Adventsgebäck, aus dem Kloster stammt. Die Klöster scheinen wohl die Erfinder von der Weihnachtsbäckerei zu sein, denn sie hatten als einzige die Mittel, sich teure Gewürze aus dem Orient, wie z. B. Zimt und Muskat zu beschaffen. Es gibt sogar Beweise, dass sie die ersten Lebkuchen hergestellt hatten. Denn im Kloster fand man heraus, dass Lebkuchengebäck sich positiv auf die Stimmung der Menschen auswirkte. Aufgrund dessen wurden Weihnachtskekse gar als Medizin verwendet.
 

Dienen die Plätzchen, die wir zu Weihnachten backen, als Geburtstagstorte für Jesus? Mochte er etwa keinen Kuchen?

Wie ich schon erwähnte zählt das Weihnachtsgebäck zu den haltbaren Dauerbackwaren und es gab Zeiten, da war es für die Menschen schwierig etwas Essbares im Winter zu finden. Wenn die Ernte schlecht war oder irgendwelche andere Vorkommnisse vorlagen, und damit dann die Reserven knapp oder vollkommen aufgebraucht waren, musste etwas anderes her. Im Mittelalter dienten Kekse dann als Kraftfutter, um mit einer fettreichen Nahrung über den Winter zu kommen.
 
Die Zutaten für Plätzchen sind immer da und lange haltbar. Hier spreche ich natürlich von den einfachen Plätzchen und nicht von denen, die wir im Laufe der Zeit entwickelt haben mit besonderen Zutaten. Ich glaube sogar, dass man jetzt immer mehr von dem einfachen Mürbeteig wegkommt, es muss immer etwas originelles her. Man möchte sich beinahe mit den Rezepten übertrumpfen.

Aber warum backen wir Plätzchen denn nur zu Weihnachten?

Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Am weitesten reicht wohl die keltische Tradition, denn diese haben zur Wintersonnenwende am 21. Dezember flache Brote aus Getreide und Honig hergestellt, um sie den Göttern zu opfern. Die Fladen waren in Form von Tiergestalten, so opferten sie symbolisch Tiere, ohne den Stall leeren zu müssen. Wie schon erwähnt, waren in den Wintermonaten die Essensvorräte knapp.
 
Aber wie Weihnachtskekse, wie wir sie kennen, scheinen sich etwa im 18. Jahrhundert durchgesetzt zu haben. Das war die Zeit, in der sich Tee und Kaffee in der englischen Oberschicht großer Beliebtheit erfreute. Zum heißen Getränk wurden dann teure Kekse gegessen und zu Weihnachten verschenkt. Und als dann der Rohrzucker aus der Karibik durch die Zuckerrübe ersetzt wurde, konnten sich auch die durchschnittlichen Haushalte das Backen zu Weihnachten leisten.
 
Dann verbreiteten sich Weihnachtskekse in der gesamten Welt und es begann eine Art Wettbewerb, wer hat das beste Rezept. So habe ich natürlich auch nach einem neuen Rezept gesucht und weil ich ein Fan von schnell und einfach bin, habe ich dieses großartige Rezept gefunden und gleich nachgemacht:

Waffel-Plätzchen

Hierbei handelt es sich nicht um Plätzchen, die im Backofen gebacken werden müssen. Nein, diese werden ganz schnell im Waffeleisen gemacht.
 
Für den Teig brauchst du nicht viel:
 
240 g Mehl
3 EL gemahlene Mandeln
140 g Margarine
1 Ei
90 g Zucker
 
Wenn du magst, kannst du noch ein Aroma hinzufügen. Ich habe die Plätzchen mit den oben genannten Zutaten gebacken.
 
Die Zutaten werden in eine Schüssel gegeben und dann zu einem Teig geknetet. Wenn du einen schönen glatten und kompakten Teig zusammen hast, wird dieser in Frischhaltefolie eingewickelt und kommt für zwei Stunden in den Kühlschrank. 
 
Weil der Teig nach dem Kühlschrank natürlich sehr fest ist, habe ich ihn noch einmal mit den Händen geknetet, damit ist er wieder weicher geworden. Dann habe ich den Teig zu einer großen Rolle geformt und daraus kleine Stücke abgeschnitten, welche ich dann zu kleinen Kugeln geformt habe. Mach keine zu großen Kugeln, denn sie müssen beim Zusammendrücken im Waffeleisen noch rund bleiben.
 
Das Waffeleisen wird etwas eingefettet und aufgeheizt, dann kommen die Kugeln in die Mitte der Waffelherzen und das Eisen dann zusammengedrückt. Wenn du kein Waffeleisen mit Herzform hast, geht das auch mit der anderen Form.
 
Je länger du die Plätzchen im Waffeleisen lässt, desto knuspriger werden die sie natürlich. Ganz am Anfang, ich musste natürlich ein frisches Plätzchen essen, sind sie noch weicher. Wenn sie abkühlen werden sie dann zu kleinen Keksen.
 
Wenn du es so hinbekommst, dass die Waffel-Plätzchen genau in der Mitte eines Herzes landen, bekommst du die Form eines fünfblättriges Kleeblatts.
 
Dieses großartige Rezept habe ich bei Tanja gefunden, schau doch auch auf ihrem Blog vorbei, sie hat großartige Rezepte.

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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