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Reisebericht – Matala, die Stadt der Hippies

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Matala liegt an der Südküste von Kreta und scheint ein vollkommen unscheinbarer Ort zu sein. Doch es steckt so viel Magie in Matala, denn niemand genau weiß, wer die Höhlen in den Sandsteinberg gerieben hat. Und noch bis heute hat sich das kleine Fischerdorf, welches seit über 100 Jahre besteht, seinen Charme und Charakter bewahrt. Ich möchte dir in diesem Artikel von meinem Besuch in Matala erzählen und warum die Straßen da so bunt und die Menschen viel freundlicher und offener sind, als an einem anderen Ort.

Europa wurde von Zeus nach Matala gebracht.

Der Legende nach ist Zeus in der Gestalt eines Stieres mit der Königstochter Europa auf seinem Rücken an dem Naturhafen an der Bucht Messara an Land gestiegen. Dort verwandelte er sich in einen Adler und brachte Europa weiter nach Gortyn. In der Bucht hat man einen feinen Sand- und Kieselstrand und einen ruhiges Meer. Immer mehr Leute wählen gerade diesen Ort für einen Urlaub auf Kreta, denn Matala liegt ziemlich zentral an der Südküste und ist gleichzeitig so weit weg von dem immer weiter expandierenden Tourismus-Industrie an der Nordküste. Hotels und Apartments sind auch mittlerweile hier zu finden, aber sie halten sich in Grenzen und liegen meist auch eher etwas außerhalb.

Matala, wie wir es jetzt antreffen, ist vor mehr als 100 Jahren als kleines Fischerdorf gegründet worden. Seitdem lebt das kleine Fischerdorf seinen entspannten Lifestyle der Hippies aus den 60er und 70er Jahren weiter. Ganz besonders erkennt man dies an den kleinen Gassen, den Cafes und Tarvernen. Alles ist bunt und überall liest man von Love and Peace, die Menschen sind dort viel offener, weshalb das Nachtleben hier sehr viel Spaß machen kann. Ich spreche jetzt nicht von Diskotheken, sondern von den Bars. Es werden gerne lange Tische in den Gassen aufgestellt, dort treffen sich Touristen und Einwohner. Alle lernen sich gegenseitig kennen und genießen gemeinsam den Abend, sehr familiär. Familiär trifft es wohl ganz gut bei der Beschreibung dieses Ortes, denn die letzte Zählung im Jahr 2011 ergab lediglich 67 Einwohner.

Love and Peace!

Die Hälfte des Strandes ist gesäumt von Tamarisken, die den Blick auf die eindrucksvollen Sandsteinfelsen mit ihren berühmten Höhlen lenken. Im spitzen Winkel schiebt sich der Felsen ins Meer und sorgt für eine ungewöhnliche Strandkulisse und gleichzeitig trägt sie zur Entstehung einer ruhigen Bucht bei. Windgeschützt kann man sich an dieser Bucht hervorragend erholen. Matala ist ein Ort, den wir so nicht angefahren hätten, wenn wir nicht den Tipp von einem Landsmann erhalten hätten. Auch der Weg dorthin war nicht so besonders, denn man konnte bis auf die letzten paar Meter kaum etwas von diesem Ort sehen. Ich weiß noch, wie ich gespannt aus dem Fenster geguckt habe und immer wieder dachte, hier kann doch kein Strand sein. Denn das Meer war weit und breit nicht zu sehen. Erst nachdem wir den letzten Berg überquert hatten, begrüßte und das Wasser.

In Matala herrscht Magie oder wie gelangten die Höhlen in die Sandsteinfelsen?

Es steht so viel Magie in diesem Ort, denn niemand weiß, die die Höhlen in die Sandsteinfelsen gelangt sind. In der Zeit von König Minos befand sich vermutlich an dieser Stelle der Hafen Phaistos, in der römischen Zeit war Matala der Hafen von Gortyn. Die Sarazenen unter Abus Hafs Omar, die im Jahr 824 Kreta eroberten, gingen zuerst in Matala an Land. Es wird vermutet, dass die Höhlen zuerst als römische oder frühchristliche Gräber genutzt wurden. Auch am östlichen Ende des Ortes sind weitere Ruinen zu finden, selbst im kristallklaren Wasser der Messara Bucht erkannt man manchmal noch antike Ruinen in der Tiefe. In den 60er und 70er Jahren haben Hippies die Höhlen bewohnt. Diese Leben sogar bis heute noch in dem Ort, aber nicht mehr in den Höhlen, denn diese dienen nun als Attraktion für Touristen und können gegen Gebühr bestiegen werden.

In Matala hat man einen unvergesslich schönen
Sonnenuntergang mit dem Blick nach Afrika.

Die vielen Cafes und Tavernen bieten von ihren Terrassen einen einmaligen Blick über die Bucht. Man sagt, dass man dort einen unvergesslichen Sonnenuntergang über dem libyschen Meer mit dem Blick über die vorgelagerter Insel Richtung Afrika hat. Leider hatten wir nicht das Glück einen Sonnenuntergang in Matala zu erleben, die Bilder, die ich dazu gefunden habe, waren aber unbeschreiblich schön. Es sieht beinahe so aus, wie die untergehende Afrika-Sonne in der Wüste.

Der Strand in Matala erhielt eine blaue Flagge, dies ist ein Ökö-Label und wird von der Foundation for Environmental Education in mehr als 30 Ländern in aller Welt an besondere Strände vergeben und zeichnet die Qualität des Badewassers aus. Es gibt strenge Sicherheitsstandards und sonstige Leistungen, die eingehalten werden müssen, um eine solche Flagge zu erhalten. Anhand dieser Auszeichnung kannst du davon ausgehen, dass in diesem Gebiet ein sehr hoher Standard vorherrscht, was die Sauberkeit des Meerwassers und der umliegenden Natur betrifft. Der Strand von Matala gehört auch zum Naturschutzgebiet der EU.

Ein malerischer Ort

Ganz anders am in Norden der Insel ist es im Süden auch Ende Oktober/Anfang November sehr warm. Wir hatten ein Hotel im Norden der Insel, leider herrschten dort keine guten Temperaturen, also mieteten wir ein Auto und schauten uns Teile der Insel an. Anders als Fuerteventura, konnten wir natürlichen nicht in 5 Tagen die gesamte Insel sehen. Auch das Fahrgefühl war auf Kreta ein anderes, weniger entspannter als wir es von Fuerteventura kannten. Ich werde dir in weiteren Beiträge noch mehr über Kreta und unseren Erlebnissen dort berichten.

Ich fand aber, dass Matala ein so aufregender Ort war, dass es einen eigenen Beitrag verdient hat. Wenn du gerne abgelegene Orte besuchst und neue Menschen kennenlernen möchtest, dann solltest du ein paar Tage in Matala verbringen. Hier findest du ein kleines Dorf, welches noch nicht zu sehr von Touristen besiedelt ist und keine Hotelketten aufweist, die den gesamten Strand zubauen. Dann bist du hier genau richtig.

 

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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