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Rezept – Dinkel-Joghurt-Brot

Wann haben wir eigentlich aufgehört unser Essen selber herzustellen? Wir sind ganz schön bequem geworden, weil wir nur noch fertige Lebensmittel kaufen. Dabei schmeckt selbstgemacht doch immer noch am besten und komm mir jetzt nicht mit der Ausrede, dass selber machen zu aufwendig ist. Ja, das Essen selber herstellen kann zeitraubend sein und es kann lästig sein, aber das Ergebnis ist immer besser als das gekaufte Produkt. Und der ultimative Pluspunkt dazu: Du weißt, was im Essen drin ist. Also lass und gemeinsam zu unseren Wurzeln gehen, denn in dem heutigen Blogpost backen wir gemeinsam Brot und bevor du jetzt wegklickst, es dauert auch nicht lange, wirklich!

Ich gehöre auch zu den Menschen, die es gerne schnell und einfach haben wollen. Meine Tage sind sehr verplant, ich arbeite viel und Essen wird als lästige Nebensache empfunden. Roman sagte mir sogar letztens, dass er anhand des Gerichts weiß, ob ich mir Zeit genommen habe und mit Liebe gekocht habe oder ob mir das Kochen in diesem Moment gar nicht in den Kragen gepasst hat und ich schnell irgendwas zusammen gewürfelt habe. Seine Meinung dazu: „Wenn du kein Bock hast, dass lass mich lieber einen Döner kaufen.“

Diese Worte habe ich mir genauer angehört und ich kam zu dem Entschluss: Dann koche ich gar nicht mehr, kauf was du willst!

Spaß beiseite, ich habe mir das wirklich sehr lange überlegt und ich möchte mehr selber machen und weniger kaufen. Es gibt auch in der Küche ein Zeitmanagementsystem, wie man mit Liebe aber wenig Aufwand ein tolles und köstliches Gericht zaubern kann. Also beginne ich mit dem ersten, was wir am Tag zu uns nehmen: Brot. Es gibt unterschiedliches Brot und es gibt die unterschiedlichsten Arten Brot zu backen. Ich beginne gerne einfach und habe mir ein Rezept für Dinkel-Joghurt-Brot ausgesucht.

Die Zutatenliste ist relativ simpel und fast alles hat man davon auch daheim:

700 g Dinkelmehl
100 g Roggenmehl
350 ml warmes Wasser
20 g Hefe
3 gestrichene TL Salz
1 gehäufter TL Agavendicksaft, Zucker oder Honig
150 g Naturjoghurt 1,5 %

Alle Zutaten werden in eine Schüssel gegeben und mit einem Knethaken verrührt. Anschließend legst du den Teig in eine eingefettete Schüssel, die du abdeckst und lässt den Brotteig eine Stunde einem warmen Ort stehen, denn der Hefeteig muss schließlich gehen.

Warum muss Hefeteig gehen?

Hefeteig besteht aus Mehl, Wasser und Backhefe. Das Mehl muss Kleber (Gluten) enthalten, denn nur so entsteht eine gummiartige Masse, aus der die Luft nicht entweichen kann. Die Hefe besteht aus Pilzen, die Einfachzucker Glukose benötigen um sich zu vermehren. Dies erhälst du, indem du mit der Hilfe von Enzymen die Glukose aus der Stärke des Mehls aufspaltest. Unter Anwesenheit von Sauerstoff bildet sich dabei Kohlendioxidgas, das in Form von kleinen Bläschen den Teig auflockert. Bei 32 Grad arbeiten die Hefepilze am besten, dann wird Kohlendioxidgas gebildet und der Teig geht auf. Unterstützt wird dieser Effekt, wenn man noch etwas Zucker hinzugibt. Die Hefezellen vermehren sich und der Teig geht auf, er erhält ca. das doppelte seines Volumens, je nach Ruhezeit und Wärme. Der vorher klebrige Teig wird fluffig.

Wenn die Stunde vorbei ist, muss du den Teig mehrmals falten und zu einem runden Leib formen. Die Oberfläche wird leicht eingeschnitten und mit Mehl bestäubt. Gerne kannst du hier auch jede Menge Körner drüberstreuen. Der Vorteil wenn man etwas selber macht, man kann das Brot backen wie man möchte.

Der Teig wird dann in den „kalten“ Backofen 50 Minuten bei 180 Grad in einer geschlossenen, mit Deckel und gefetteten Backform gebacken. Danach den Deckel abnehmen, Backofen auf 220 Grad hochdrehen und nochmals 7 bis 10 Minuten mit Sichtkontakt backen.

Wenn das Brot fertig ist, wird es aus der Form genommen und kann abkühlen oder auch genascht werden. Weiterer Vorteil wenn man Brot selber bäckt! Ich mag dieses Rezept ganz gerne und da wir zu zweit nicht sehr viel Brot essen, habe ich die Hälfte davon eingefroren, damit sie nicht schlecht wird und weggeworfen werden muss. Bei Bedarf kann man die andere Hälfte wieder auftauen und genießen, schmeckt genau so gut.

Hast du schon Brot gebacken?

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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