Lifestyle,  Reisen

Reisebericht – Fuerteventura

Ich habe schon ein paar Orte und neue Länder besucht und doch habe ich mich verliebt. Fuerteventura, es wird viel über die Insel gesagt, die einen mögen sie und die anderen wollen nie wieder dahin. Ich möchte euch in diesem Artikel etwas mehr zur Insel erzählen und warum ich gerne wieder dahin fliegen würde.

120 km von der marokkanischen Küste

Kommen wir aber zuerst einmal zu den allgemeinem Informationen zu Fuerteventura:

Fuerteventura gehört zu den Kanarischen Inseln im atlantischen Ozean, genau 120 km westlich von der marokkanischen Küste und nach Teneriffa die zweit Größte Insel der Kanaren. Die Insel des ewigen Frühlings, wie Fuerteventura auch genannt wird, gehört zur Provinz Las Palmas und ist die älteste Insel der Kanaren.

Reisezeit/Klima

Wann kann man nach Fuerteventura reisen? Im Grunde das gesamte Jahr über. Denn die Insel des ewigen Frühlings, hat das ganze Jahr über milde Temperaturen und ķaum Regentage. Die Gewässer, die einst mal die Insel durchquerten sind längst ausgetrocknet. Die Pflanzen, die auf der Insel zu sehen sind, meist aber auch nur in den Touristengegenden werden künstlich bewässert. Olivenbäume, die gerade im kommen sind, und die Aloe Vera sind somit die einzigen natürlichen Pflanzen auf der Insel.

In der Zeit von Mai bis September ist es auf der Insel windig. Die sogenannten Passatwinde halten das Klima auf eine angenehme Art. Die heiße Luft der Sahara und die kühle Briese des Meeres sorgen für tolle milde Temperaturen. Aber man sollte dieses Wetter nicht unterschätzen, ein Sonnenbrand ist dennoch möglich und kann sehr schmerzhaft werden! Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung, denn bereits am ersten Tag hatte ich einen ganz ungesunden Sonnenbrand erlitten, trotz Sonnenschutz. Ganz besonders zu empfehlen ist Sonnenschutz 50+!

Durch das Klima ist die Insel bekannt für Sportler. Wandern, Mountenbike, Kiten, Wellenreiten und Windsurfen als dies ist aufgrund der Winde ideal auf Fuerteventura. Besonders in Jandia sind die Wassersportler oft anzutreffen, aber dazu später mehr.

Entspannung, Sonne tanken, schwimmen und Erlebnis

Unser Ziel diese Jahr war einfach ein paar Tage Erholung, Sonne tanken und im Meer schwimmen. Ich liebe es auch gerne zu verreisen, wenn Personen die ich kenne eine Empfehlung aussprechen und so bekam ich die Empfehlung für Fuerteventura und sogar unser Hotel wurde uns von dieser Person empfohlen und was ist passiert? Richtig, wir haben uns absolut verliebt!

Gebucht habe ich über ab-in-den-urlaub.de, vermittelt wurden wir dann an FTI-Touristik und geflogen sind wir mit Small Planete von Paderborn aus. Nachdem wir am Flughafen aber leider eine Stunde länger warten mussten als geplant, ging es dann doch endlich los. Vier Stunden später landeten wir in Puerto del Rosario, dem einzigen Flughafen auf der gesamten Insel. Wir hatten keine besonderen Vorkommnisse beim Abholung unseres Gepäcks und haben auch ganz einfach den Informationsschalter gefunden, der für unseren Transfer zuständig war.

„Wo bin ich nur gelandet?“

Auf der etwa 40 minütigen Busfahrt konnten wir die ersten Eindrücke der Insel festhalten. Wenn man das erste Mal dort landet, könnte man eventuell leicht Panik bekommen und man denkt sich „Wo bin ich nur gelandet?“ Alles ist trocken, man sieht nur Steine und Sand. Städte konnte ich vorerst kaum sehen, lediglich ein paar Häuser mitten im Nirgendwo. Die ersten Hotels, die auch direkt am Flughafen waren, sahen von der Lage her auch nicht so ideal aus. Doch als wir dann Richtung Costa Calma fuhren, wurde es besser. Costa Calma ist eine künstlich erstellte Stadt speziell für Touristen. Einwohner der Insel wirst du da nicht viel sehen, es sei denn, diese arbeiten in den Hotelanlagen. Costa Calma liegt im Süd-Osten der Insel, auf der Karte also ziemlich weit unten, dort wo die Insel zusammenläuft.

Unser Hotel, das SBH Taro Beach hat vier Sterne und liegt direkt am Strand. Es ist ein absolutes Standardhotel, es hat keinen Luxus ist nicht besonders fancy, es ist vielleicht etwas veraltet, aber es ist sauber, das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend und auch das Essen war lecker. Wir hatten All Inklusive Ultra gebucht, was heißt, dass wir in den Hotels, die zur SBH-Kette gehörten das All Inklusive Paket nutzen konnten. Sehr praktisch, da wir mit dem Mietwagen die gesamte Insel erkundet haben und die SBH Hotels aus der gesamten Ostküste verbreitet sind. Was mir an Taro Beach besonders gefallen hat, war, dass dieses Hotel kein riesen Bunker ist.

Das Hotel wird nicht in die Höhe gebaut, sondern eher wie eine Treppe nach hinten, so kann man vom Strand aus auch Richtung Berge sehen, die hinter dem Hotel liegen. Ihr kennt es sicherlich von anderen Urlaubsorten, die Strände sind komplett zugebaut mit Hotelanlagen, vom Ort selber sieht man nichts. Unser Hotelzimmer haben wir auch nicht durch einen Flur erreicht, sondern über unsere Terrasse. Wir gingen durch die Terrassentür ins Zimmer und hatten so zu sagen einen Würfel, der uns gehörte. Ein Fernseher, ein Badezimmer, ein Doppelbett, Kleiderschrank und Sitzgelegenheiten hatten wir da. Vollkommen in Ordnung, nichts besonderes, aber sauber.

Vor unserer Terrasse hatten wir schönen Hibiskus einen kleinen Baum und direkt den Blick aufs Meer und den Strand. Wir hatten wirklich viel Glück mit dem Zimmer, viele Besucher kamen auf unsere Terrasse und fragten, ob sie Bilder vom Ausblick machen dürften. Zum Strand mussten wir auch nicht durch die gesamte Anlage laufen, wir hatten einen direkten Weg nach unten zum Strand. Perfekt!

Ein schöner Sandstrand, kilometerweit lud uns jeden Abend zu einem ausgewogenen Spaziergang ein. Taro Beach ist in dieser Gegend das einzige Hotel, dass den Zugang zum direkten Sandstrand hat, bei den Hotels der ganzen Küste musste man erst einige Treppen hinunter gehen und wenn sie Pech hatten, dann hatten sie keinen Sandstrand, sondern Felsen vor dem Wasser. Natürlich war dann unser Strand etwas voller, weil die vom Hotel nebenan zu uns herüber kamen. Aber der Strand war groß genug für alle.

 

Ebbe und Flut kann man in Costa Calma sehr gut beobachten. Nach unserer Ankunft hatten wir am Abend Ebbe, was wir für die vielen Spaziergänge nutzen konnten. Gegen Ende der Reise, hatten wir tagsüber Ebbe und am Abend kam die Flut. Das Wasser zieht sich bekanntlich bei Ebbe zurück, somit konnten wir wirklich kilometerweit am Strand entlang laufen. Teilweise mussten wir über ein paar Felsen steigen, aber es war nicht besonders schwierig.

Costa Calma für entspannten Urlaub

In Costa Calma gibt es einige Shopping-Zentren. Der Ort an sich ist wirklich sehr klein und viel Auswahl gibt es nicht, aber vier Zentren konnte man besuchen. Von den typischen Touristengeschäften bis hin zu Esprit, Mango, Douglas gab es alles. Natürlich konnte man sich auch an jeder Ecke Surfutensilien besorgen. Auch ein paar größere Supermärkte gibt es dort.

Zweimal in der Woche gibt es dort einen Markt, den kann ich euch nicht empfehlen. Ihr trefft dort auf skurrile Gestalten, die euch gefälschte Waren verkaufen wollen. Sie werden sehr unfreundlich, wenn ihr euch nichts kauft. Wir sind dahin gegangen, weil wir gehofft haben wirklich einheimische Produkte zu sehen, leider war dies nicht der Fall.

Reise zum Ende der Welt

Wie ich schon sagte, das Klima ist wirklich sehr angenehm auf der Insel, es reicht um sich zu sonnen und im Meer zu schwimmen, aber es ist auch perfekt um die Insel zu erkunden. Wir haben uns für drei Tage einen Mietwagen geholt, direkt vor Ort und nicht vorher. Wir haben für diese drei Tage 90 Euro bezahlt und mussten das Auto mit vollem Tank abgeben. Mit einem Auto kann man auch in diesen drei Tagen die ganze Insel abfahren, denn in nur 1 1/2 Stunden könnt ihr vom südlichen Teil der Insel in den nördlichen Teil fahren. Wie gesagt, die Insel ist nicht groß. Und unser Mietwagen war sparsam, wir hatten gerade einmal den halben Tank verbrauch und die Spritpreise sind nicht mit unseren zu vergleichen, sie liegen deutlich drunter.

Am ersten Tag hatten wir den Mietwagen gegen Mittag erhalten. Am Tag davor haben wir an der Begrüßungsveranstaltung von FTI-Touristik teilgenommen und uns die Highlights der Insel angehört, somit hatten wir uns einen Plan gemacht, was wir alles sehen wollten. Tag 1 führte uns dann erst einmal weiter südlich nach Morro Jable, der Weg dahin ist selbst ohne Navi sehr simpel. Es gibt nicht viele Straßen bzw. Autobahnen auf der Insel. In Morro Jable sind mehr Geschäfte, sogar richtige Einkaufsmeilen sind dort. Auch Restaurants, Cafés oder Bars. Für Reisende, die mehr erleben wollen, ist Morro Jable sicherlich spannender. Allerdings auf dem ersten Blick, haben wir keine ansprechenden Hotels gesehen. Der Strand ist da schon einige Meter weiter entfernt, meist muss die große Hauptstraße überquert werden.

Aber Morro Jable hat einen Hafen der sehenswert ist, wir hatten auch den Tipp bekommen, wenn man ganz früh morgens an den Hafen von Morro Jable fährt, kann man ein paar Delfine sehen. Wir haben es leider nie geschafft, aber wir werden es sicher noch nachholen. Morro Jable hat aber auch einen wunderschönen breiten Sandstrand und in Morro Jable gibt es das Ende der Welt. Ganz im Süden der Insel gibt es den Leuchtturm Faro de Punta Jandia, dieser steht wirklich an der südlichsten Spitze und die Einheimischen sagen, dass sich dort das Ende der Welt befindet, denn wenn man da auf das Meer blickt, ist wirklich nur das Meer zu sehen. Weit und breit kein Land.

Zwischen Morro Jable und Costa Calma liegt auch noch Jandia, besonders bekannt für seine Surfschule und dem traumhaften Strand! Das Feeling, wenn man dort am Strand steht ist einfach atemberaubend schön. Ich bin bisher nur einmal im Wattenmeer spazieren gegangen und das war irgendwann während der Schulzeit an der Nordsee. Es war matschig und kalt und nicht schön. Jetzt war ich im Wattenmeer in Jandia.

Ebbe in Jandia

Wir hatten Ebbe, das Meer war weit vom Strand entfernt, was den Strand noch um einiges vergrößerte, es war zwar auch windig, aber warm und wunderschön.

Am nächsten Tag fuhren wir die Ostküste hoch bis nach Corralejo. Dabei entdeckten wir die Stadt Puerto del Rosario, dort leben wohl die meisten Einheimischen, denn diese Stadt sah ganz so aus, wie eine Großstadt hier bei uns. Ziemlich dicht bebaut mit Wohnungen, Schulen und alle möglichen Geschäften.

Faszinierendes Naturspektakel!

Weiter Richtung Corralejo sind wir an den Dünstränden vorbeigefahren. Ich sag es euch, dass war wirklich ein tolles Naturspektakel! Man fährt über die Insel und sieht meistens nur Felsen, schwarzen oder roten Sand, alles trocken und trist. Und dann urplötzlich sind wir umgeben von gold-gelben feinen Wüstensand! Die Dünen sind ein richtiges Highlight, der Strand ist kilometerweit und geht selbst noch auf der anderen Seite der Straße weiter. Traumhaft!

 

Oben in Corralejo angekommen, stellten wir fest, dass dieser Ort noch mehr für den Tourismus gemacht ist. Noch mehr Geschäfte, Restaurants, Bars, Cafés und vieles mehr! Auf der Promenade hatte ich bisschen das Gefühl als wäre ich in Los Angeles (mit den Bildern von Los Angeles verglichen, weil ich noch nie dort war). Traurig fand ich, dass man in den Restaurants kaum spanisches Essen erhielt, deutsche, amerikanische oder italienische Küche, alles war dabei. Zum Einkaufen hat Corralejo natürlich auch Morro Jable übertrumpft, denn Bershka, Clazedonia, H&M und viele weitere Geschäfte laden dort zum Stöbern ein.

Von Corralejo aus könnt ihr auch schon die Insel Lobos sehen. Tagesausflüge auf die Insel sind natürlich auch machbar. Auf dem Rückweg von Corralejo Richtung Costa Clama haben wir uns an die Westküste gewagt, dort einmal wirklich durch das Landesinnere und was hat man gesehen? Praktisch nichts.

Unbewohnte Natur

Große Teile der Insel sind unbewohnt, die westliche Küste hat vereinzelt ein paar Häuser und kleinere Dörfer, aber der überwiegende Teil ist nur Landschaft, die Berge bzw. eher Hügel laden jedoch zum Wandern ein. Mit dem Mietwagen durften wir aber nur auf der festen Straße fahren. Gerne würde ich auch mal mit einem Geländewagen die Insel erkunden, auch außerhalb der normalen Straße. Entsprechende Touren werden dort auch angeboten.

 

Fazit
Ich liebe Fuerteventura und möchte sicher wieder dort Urlaub machen. Die Insel ist klein, hat aber noch viele Ecken, die entdeckt werden müssen. Das ganze Jahr kann man sich dort hervorragend erholen und es ist nie wirklich so warm, dass man sich nicht bewegen möchte. Denn ich bin nicht der typische Sonnenbader. Ich möchte auch etwas unternehmen und etwas von dem Land sehen, dass ich besuche. Auch die anderen Insel der Kanaren sehen attraktiv aus, wir hätten sogar die Gelegenheit gehabt, von Costa Calma aus Tagesfahrten nach Grand Canaria und Teneriffa zu unternehmen, hatten uns aber konkret dagegen entschieden, weil wir vorerst Fuerteventura sehen wollten und wenn wir diese Insel kennen, können wir uns auf die weiteren Insel einlassen.

Warst du schon auf Fuerteventura und bist du auch so begeistert von dieser Insel? Gerne kannst du mir ein paar Tipps für weitere Ausflüge hinterlassen, wir können uns auch in den Kommentaren dazu austauschen.

P. S. Dieser Beitrag wird nicht gesponsert. Ich habe euch lediglich von unserem Urlaub erzählt und da gehört meiner Meinung auch die Nennung der Plattform, worüber ich gebucht habe und mit welchem Unternehmen wir geflogen sind.

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Zustimmung zur Datenspeicherung lt. DSGVO