Beauty

Microblading – Endlich schöne Augenbrauen

Meine Haarfarbe ist rot/orange, meine Augenbrauen tragen leider auch diesen hellen, kaum sichtbaren Farbton. Ständiges Färben und nachziehen mit dem Augenbrauenstift sorgen endlich für ein normales Gesicht mit Rahmen. Es war in Ordnung dies zu tun, schließlich war ich einmal Beautyblogger und Make-Up gehörte zu diesem Leben dazu. Auch wenn ich nicht mehr rein Beautyblogger bin, gehört Make-Up noch zu mir, allerdings nicht mehr so oft. Ich habe meinen Look gefunden und möchte dabei bleiben, weniger Experimente. Morgens schneller fertig sein, Microblading macht dies möglich.
 

Warum sollte man überhaupt seine Augenbrauen nachziehen?

Menschen, die, wie ich, sehr helle Haare haben, haben eine kaum sichtbare Augenbraue. Diese sind als Bild im Gesicht schlichtweg notwendig, weil sie ein wichtiger Bestandteil unserer Mimik sind, wir ziehen sie hoch wenn wir zum Beispiel überrascht sind oder kräuseln sie zusammen wenn wir böse sind. Wenn die Haare aber so hell sind, dass man sie eigentlich kaum sehen kann, bringen diese Verrenkungen kaum was, denn deine Mitmenschen können sie nicht wahrnehmen. Andersherum kann man auch mit der Hilfe von gut geformten Augenbrauen andere unschöne Merkmale im Gesicht vertuschen. Eine hohe oder zu breite/schmale Stirn kann mit der passenden Form kaschiert werden. Wenn der höchste Punkt der Augenbraue gut sitzt, können Schlupflider versteckt werden.
 
Bei Menschen, die mit dunklen Augenbrauen bestückt sind, können Lücken im Haarwuchs ausgebessert werden. Manchmal ist es so, entweder hat man durch die vielen unterschiedlichen Experimente an den eigenen Augenbrauen, den Haarwuchs so dermaßen aus der Bahn geworfen, dass an einigen Stellen einfach keine Haare mehr wachsen oder an anderen Stellen wachsen sie in einer sehr seltsamen Form. Mit einem Augenbrauenstift kann man diese Mängel ausbessern.
 
Vor ca. 2 Jahren habe ich das erst Mal davon erfahren und das Ergebnis fand ich immer sehr schön an den Frauen, wo ich es schon sehen konnte. Aber ich brauche das nicht! Dann aber vor etwa einem Jahr dachte ich schon daran diesen Schritt zu gehen. Ich recherchierte immer mehr zu diesem Thema und fand es immer reizvoller für mich. Dieses Jahr stand mein Entschluss fest, ich möchte endlich normale Augenbrauen bereits beim Aufstehen am Morgen haben. Dank Microblading ist dies schließlich möglich, aber auch durch Permanent-Make-Up, aber was ist da denn eigentlich der Unterschied?

Was macht man beim Permanent-Make-Up?

In beiden Fällen wird auf jeden Fall die richtige Form ausgemessen und die überflüssigen Härchen entfernt. Anders als beim Tätowieren wird beim Permanent-Make-Up (kurz PMU) die Farbe nur in die erste Hautschicht eingearbeitet. Damit sehen die Augenbrauen nicht zu kräftig aus. Je nach Wunsch der Kunden werden einzelne Härchen eingezeichnet oder ganze Balken gezogen und ausgemalt. Dadurch, dass die Farbe nicht so tief eindringt, ist das Ergebnis natürlich nicht so stark und hält auch nicht so lange an, wie bei einem Tattoo. PMU hält nicht ein Leben lang, sondern je nach Art der Haut kann die Farbe bis zu 1,5 Jahre halten. Sie wird von der Haut abgestoßen und verblasst dadurch immer mehr, eine Nachbehandlung ist daher notwendig.
 
Es bleibt nie bei nur einer Behandlung. Nach dem ersten Stechen, muss die Haut sich regenerieren, das Ergebnis sieht vorerst sehr kräftig aus, verblasst aber mit der Zeit. Nach wenigen Wochen, muss man zur Nachbehandlung ins Studio, damit dann die Augenbrauen vollständig sind.

Microblading, der Unterschied zum Permanent-Make-Up:

Beim Microblading wird selbstverständlich auch erst einmal die perfekte Augenbraue ausgemessen und im Gesicht des Kunden aufgezeichnet. Der Kunde schaut sich vorher die Zeichnung im eigenen Gesicht an und entscheidet dann, ob ihm das Ergebnis gefällt oder was man noch anders machen könnte. Möchte man die Augenbraue etwas voluminöser haben, dann kann auch der Rahmen vergrößert werden. Dann wird natürlich noch die passende Farbe ausgesucht, das Endergebnis soll natürlich sein und zum Gesicht sowie zur Person passen.

Der Unterschied!

Hier wird nicht gestochen, wie beim PMU. Die Härchen werden mit der Hilfe eines Stifts, der am Ende kleine Zacken hat, eingeritzt. Die Farbe wird auch in diesem Fall nur in die erste Hautschicht eingearbeitet. Lücken können so natürlich aufgefüllt werden und die Augenbrauen wirken nicht so balkenhaft, da der Kosmetiker mit seinem Stift sehr feine Linien einzeichnen kann, die mit einer Tattoonadel nicht gewährleistet sind. Die Striche sind genauso breit wie normale Haare und der Haarwuchs wird beim Ritzen genausten nachgemacht, sodass das Ergebnis komplett natürlich aussieht. Die verwendete Farbe bietet den nächsten Unterschied zum PMU, denn beim Microblading ist die Farbe stabiler und verblasst ganz natürlich, sie verfärbt sich nicht.
 
Ich sollte noch erwähnen, dass bei beiden Verfahren, also PMU und Microblading, die eigenen Augenbrauen nicht entfernt werden! Im Gegenteil, je mehr eigene Härchen vorhanden sind, desto besser ist das Ergebnis, es sieht fülliger und natürlicher aus.
 
Zu 90 % muss auch beim Microblading eine Nachbehandlung erfolgen, dies kann aus unterschiedlichen Gründen geschehen, die Kundin möchte vielleicht noch ein paar Ausbesserungen in der Dicke oder der Farbintensität. Die Kosmetikerin kann vielleicht bei der ersten Anwendung eine etwas hellere Farbe gewählt haben, damit die Kundin sich einmal das Ergebnis ansehen kann, denn Aufhellen ist nicht mehr, dunkler kann man noch gehen. Dann kann aber auch vorkommen, dass das Farbpigment beim ersten Mal nicht so tief gekommen ist, wie es kommen sollte, die Haut regeneriert sich und das Farbpigment wird abgestoßen oder die Haut

Der erste Schritt

Wie schon beschrieben ist meine Augenbraue sehr hell, sie wächst ungleichmäßig, die rechte fängt später an als die linke und überhaupt mag ich nicht rausgehen ohne gemalte Augenbrauen. Färben war eine Lösung für kurze Zeit, die Ungleichmäßigkeit konnte ich damit aber nicht beheben.
 
Es musste etwas geschehen, so ging ich auf Empfehlung einer Freundin zu Tatjana Schulz ins Beautyatelier in Bohmte. Ich kann auch euch empfehlen, sich im Bekanntenkreis umzuhören oder aber im Internet genau zu recherchieren, denn es sollte nicht irgendein Artist sein, der sich an eure Augenbrauen macht, egal ob PMU oder Microblading.
 
Tatjana hat sich meine Augenbrauen angesehen, meine Fehler festgestellt und angefangen die perfekten Augenbrauen auszumessen und anzuzeichnen. Dabei sollte ich überwiegend sitzen und mich hin und wieder einmal hinlegen. Für das Ausmessen und das richtige Anzeichnen hat sie sich wirklich sehr viel Zeit genommen. Als sie dann erst einmal fertig war, durfte ich mir die Skizze im Spiegel ansehen und durfte ihr dann sagen, was ich anders haben möchte. Jeden Schritt sind wir gemeinsam durchgegangen, sie hat mir den gesamten Ablauf erklärt und auch die Aufklärung hinsichtlich der Behandlung und der Nachbehandlung war sehr intensiv. Dann durfte ich mich hinlegen und Tatjana hat mit der Behandlung begonnen, ganz ohne Betäubung. Ich habe bisher keine Tattoos und wusste absolut nicht, mit welchen Schmerzen ich zu rechnen hatte, als Tatjana mit dem ersten Strich begonnen hat, zuckte ich zusammen. Es war jetzt keine sehr angenehme Behandlung, aber es war durchaus auszuhalten. Viel schlimmer ist doch eher das Geräusch, welches beim Ritzen entsteht, dabei standen mit die Haare zu Berge. Nach der ersten Runde, hatte Tatjana die Grundrisse gezogen, dann trug sie die Farbmaske auf und meine Augenbrauen durften etwas ausruhen. Wenn die Farbmaske komplett aufgetragen wurde, haben die Augenbrauen gebrannt, aber auch dies habe ich nach wenigen Minuten kaum noch wahrgenommen.
 
 
Nach wenigen Minuten hat sie die Maske heruntergenommen und hier und da weitere Linien eingeritzt, die Augenbrauen wurden aufgefüllt und die Maske wieder vollständig aufgetragen. Danach hieß es nur noch warten, abwaschen und vorerst sind meine Augenbrauen fertig. Der erste Blick in den Spiegel war gewöhnungsbedürftig, die Farbe war noch sehr intensiv und die Region um die Augenbrauen war gerötet, leicht geschwollen und sehr empfindlich. Die gezeichneten Härchen waren recht kräftig, aber mir wurde erklärt, dass das gesamte Bild betrachtet werden muss und dass sich das Farbergebnis mit der Zeit noch verändert. Nach der erste Behandlung war es so, dass ich stündlich mit einem feuchten Wattepad über die Augenbrauen gehen musste und jegliche anderen Produkte wie Reinigungslotion oder sonstiges erst einmal weglassen sollte. Vorsicht ist geboten!
 
 
Jetzt sind bei mir vier Tage um, die Haut an den Augenbrauen verheilt noch, es tut aber nicht weh und empfindlich ist es auch nicht mehr. Es schuppt ein wenig bei mir und juckt, weil die Wunde ja noch heilt. Meine Augenbraue sieht aber sehr gut aus, die Farbe ist nicht mehr so intensiv wie am ersten und zweiten Tag, die gezeichneten Striche sind nicht mehr so stark und die Schwellungen und Rötungen sind verschwunden. Fertig bin ich aber noch nicht. Jetzt wird gewartet, bis sich die Haut vollständig regeneriert hat, was so ca. 4 Wochen dauert. Danach werde ich wieder bei Tatjana antanzen für eine Nachbehandlung, die unbedingt nötig ist, denn beim ersten Mal ist noch lange nichts fertig. Danach darf ich dann erst einmal erholen und hoffentlich bis zu 2 Jahre brauche ich nichts mehr in dieser Region zu machen.
 
 
Ich bin wirlkich sehr froh darüber, dass ich mich für das Microblading entschieden habe und dass ich es auch wirklich getan habe. Ich liebe meine Augenbrauen, sie haben endlich die Form, die ich immer haben wollte und die Farbe die ich haben wollte. Jetzt bin ich sehr gespannt darauf, wie sich das alles  noch entwickelt, darüber halte ich euch gern auf dem Laufenden.
 
Habt ihr Frage zum Verfahren, zur Nachbehandlung oder meiner Erfahrung, dann schreibt mir.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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