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In 5 Schritten zum Frühjahrsputz

Geht es dir so wie mir? So gut wie jede gute Hausherrin hat bereits eine Grundreinigung im Haus durchgeführt nur ich nicht. Für mich waren die Prüfungen sehr wichtig und daher blieb der Haushalt mehr oder weniger links liegen. Jedoch ärgert mich, dass ich nicht einmal richtig sauber gemacht habe. Es ist wie ein inneres Unwohlsein, ich sehe es in jeder Ecke oder beim Öffnen von meinen Schränken. Überall lauern Dinge, die ich längst nicht mehr benötige, sie fresse lediglich Platz und meine Energie.
 
Richtig sauber machen, was genau heißt dies?
 
Es geht nicht darum einmal gründlich die Oberflächen zu wischen, denn einmal feucht wischen mache ich wöchentlich. Es geht eher darum einmal die Dinge anzupacken, die man sonst nicht macht, es geht darum nicht wirklich sauber zu machen, sondern sich selber zu befreien und neues Leben in die eigenen vier Wände zu bringen.
 
Keine Sorge ich rede jetzt nicht von Tai Chi oder Ähnlichem. Ich möchte euch lediglich in 5 einfachen Schritten zeigen, wie ihr euer Leben aufräumen könnt. Und egal, wie viel Zeit ihr wirklich habt, es geht hier lediglich darum, dass ihr den Schritt angeht und das Entrümpeln beginnt. Ihr könnt euch jeden Tag ruhig einen dieser 5 Schritte vornehmen oder verteilt diese 5 Schritte auf die nächsten Wochen, wichtig ist nur, dass du anfängst!
 
#1 Vorratskammer
 
Kennt ihr das, man geht einkaufen – auch mit Liste – und dann sieht man das eine Produkt und überlegt, ob man das eigentlich noch zuhause hat und lediglich vergessen hat, dies auf die Liste zu schreiben. Zuhause packe ich meinen Einkauf dann aus und stelle fest, dass ich ja noch drei Packungen von dem Produkt vorrätig habe. Sagt bitte, dass es euch genauso geht, ich fühle mich da wirklich schon ziemlich allein und strange.
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Weil es dann dazu kommt, dass ich Dinge horte, ist es wichtig hin und wieder einmal die Vorratskammer zu durchsuchen und genau zu prüfen, was sich darin befindet und was in Kürze sein Verfallsdatum erreicht oder vielleicht auch schon vor Jahrzehnten erreicht hat. Die abgelaufenen Sachen, die wirklich nicht mehr in Ordnung sind,  müssen entsorgt werden. Die Produkte, die eventuell in wenigen Tagen ablaufen, müssen wir hervorholen um den Verbrauch dieser Produkte planen. Wir wollen ja kein Essen einfach wegwerfen.
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Vielleicht hilft es dir eine Liste mit den Produkten in deiner Vorratskammer zu machen, den man auf dem Kühlschrank heftet um genau zu sehen, was noch da ist. Es war wirklich erschreckend, was da in meinen Schränken herumliegt und ich immer wieder nachkaufe und die vielen Produkte zu sehen, die ich einst gekauft, aber nie verwendet habe.
 
#2 Handtasche
 
Wir Frauen und auch der oder andere Mann kennt das. Unsere Handtasche ist unser Leben oder auch nur ein Müllschlucker. Alles was wir in die Hand bekommen wird dort hineingelegt und kommt nie wieder raus. Meine Handtasche habe ich gewogen, knappe 6 Kilogramm schleppe ich jeden Tag durch die Gegend. Kein Wunder, dass mir ständig der Rücken oder die Schulter schmerzt.
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Die einzige Methode die hilft, den gesamten Inhalt einmal vor sich hinzulegen. Schaut euch das ganze Ausmaß an und überlegt, was genau ihr wirklich braucht. Ich meine wirklich, wirklich. Denkt nicht an die „Was-wäre-wenn“-Situation an, weil wie oft ist das bisher eingetroffen? Sollte dennoch einmal eine solche Situation eintreffen, dann findet ihr schon eine Lösung.
 
#3 Polster, Textilien
 
Ich habe ehrlich gesagt etwas Sorge diese Kategorie hier aufzunehmen,…. what else! Kinder wir müssen aber auch das einmal ansprechen:
 
Gardinen und Fenster, diese wasche ich höchstens 2 mal im Jahr. Der Frühling ist der erste Zeitpunkt, da nehme ich mir die Fenster vor und auf diesem Wege eben auch die Gardinen. Einmal alles runter und ab in die Maschine, dann sind sie auch endlich wieder weiß und nicht mehr grau.
 
 
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Decken, Kissen, Matratzen auch diese nehme ich mir vor. Einmal alles was geht in die Waschmaschine stecken und ordentlich reinigen. Selbst die ganzen Kuscheldecken auf dem Sofa oder dem Bett werde genommen und in die Maschine gesteckt.
 
Die großen Kissen auf dem Sofa habe ich mir dieses Mal auch vorgenommen. Da wir Katzen haben sauge ich sie sowie ständig ab, doch ich hatte das Gefühl, dass die nicht besonders sauber sind und irgendwie auch riechen, also habe ich ein Kissen jeweils in die Maschine gesteckt. Es hat lange gedauert, aber es ist gut geworden.
 
#4 Kleiderschrank
 
Der Kleiderschrank muss einmal vollständig geleert werden und dann nehmt ihr am besten jedes einzelne Kleidungsstück in die Hand oder zieht es an und entscheidest dann, wie gerne ihr es behalten möchtet und wie oft ihr es eigentlich schon getragen habt? Macht euch drei Stapel: sicher behalten, vielleicht behalten und sicher weg.
 
Alle Kleidungsstücke, die auf den Stapel „sicher weg“ landen, sollten sofort wegkommen. Verkaufen oder spenden sind die besten Methoden. In der Familie weitergeben ist wirklich keine gute Idee, denn das Kleidungsstück wird früher oder später irgendwie wieder in eurem Kleiderschrank landen. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung!
 
Die Sachen die auf jeden Fall bleiben, werden ordentlich zusammengelegt oder auf einem Bügel aufgehangen.
 
Bei den Kleidungsstücken, die wir vielleicht behalten wollen, sollten nach dem Sortieren erneut durchschaut werden. Bleibt ihr bei der Entscheidung, dass sie nur vielleicht weg sollen? Dann können sie erst einmal wieder zurück in den Kleiderschrank, aber markiert sie euch! Wenn ihr sie auf einen Bügel hängt, dann hängt jedes Kleidungsstück, welches ihr vom Bügel nehmt und anzieht wieder andersherum zurück. So könnt ihr nach kurzer Zeit sehen, welche Sachen ihr wirklich ständig anzieht und was im Grunde nur den Platz im Schrank wegnimmt. Wenn ihr eure Kleidung zusammenlegt und in ein Regal legt, dann legt sie andersherum rein, sodass die gefaltene Seite nach vorne zeigt und die ungenutzten Sachen mit den Enden zu sehen sind.
 
#5 Papierkram
 
Generell ist es wichtig bei dem Papierkram dafür zu Sorgen, dass ihr einen Ort für eure Unterlagen habt. Briefe sollten aus dem Briefkasten genommen, geöffnet und dann direkt sortiert werden. Handelt es sich um Werbung oder unwichtiges Informationsmaterial, dann schmeißt sie sofort weg. Sind die Unterlagen wichtig für euch, dann heftet sie direkt ab oder legt sie in eine Ablage. Die Ablage solltet ihr aber wöchentlich aufräumen.
 
Ich habe als Ablage eine Mappe auf meinem Schreibtisch liegen, welche mit „Bearbeiten“ beschriftet ist. Dort landen die Posteingänge von mir, die ich dann noch zu bearbeiten oder eben abzuheften habe. Aber unsere Ordner sind aus unbekannten Gründen ständig überfüllt. Ich gehöre zu den Menschen, die lieber mehr aufbewahren und weniger wegwerfen, weil Dokumente sind für viele Dinge wichtig. Einige benötigen wir jährlich für die Steuererklärung und andere sind für die spätere Rente wichtig, deshalb wird reichlich gesammelt. Aber brauchen wir wirklich alles davon? Bei der Kfz-Versicherung erhalten wir jährlich neue Unterlagen mit Übersichten der neuen Versicherungszahlung, deshalb sortiere ich jedes Jahr die Unterlagen aus und die der vergangenen Jahre können dann verschwinden. Bei anderen Sachen kann man das genauso handhaben. Einfache Anschreiben der Versicherer mit kleinen Informationen landen bei mir gar nicht erst im Ordner. Kassenbelege, die ich für die Steuererklärung benötige, sammel ich in einer Klarsichtfolie und scanne sie dann Monat für Monat ein, die Originale entsorge ich dann.
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Generell stellt sich mir die Frage, was brauchen wir wirklich noch im Original? Würde es nicht ausreichen, wenn man alle seine Dokumente digitalisiert? Habt ihr da schon ein paar Erfahrungen damit gemacht? Dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir einmal ein paar Informationen dazu überlassen würdet.
 
Wenn ihr eurer Leben aufgeräumt habt, dann könnt ihr eurem Zuhause im neuen Kleid erstrahlen lassen. Frische Blumen, neue Kissenbezüge oder auch ausgewechselte Vorhänge bringen schon ein ganz anderes Licht in die eigenen vier Wände. Ich liebe es, wenn das Haus so schön aufgeräumt ist und sich die Augen auf neue Farben und Formen konzentrieren können.
 
Jetzt seid ihr dran, der Frühling ist ja schon fast da und für den Frühjahrsputz ist es noch noch nicht zu spät. Macht euch ran, räumt auf und es wird euch besser gehen.
 
Für die unter euch, die richtig aufräumen möchten, können sich ja meine Rezension zur KonMarie-Methode durchlesen.
 

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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