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Happiness Projekt – Oktober 

Der Oktober stand das Happiness Projekt im Zeichen der Achtsamkeit. Wie bereits in den anderen Monaten lernten wir, dass wir ständig verplant sind und unaufhörliche To-Do-Listen führen und dafür viel zu selten das Hier und Jetzt genießen. Gretchen wurde von vielen Bekannten auf ihr Projekt angesprochen. Sie waren sehr verwundert, weil Gretchen nicht meditiere, denn genau sowas gehört bei den meisten zum Glücklichsein dazu. Meditieren ist nichts für mich, wenn ich mir vorstelle, mich nur 5 Minuten still hinzusetzen um dabei in mich zu gehen, würde ich nach wenigen Sekunden einen inneren Monolog mit mir führen und dabei überlegen, was noch zu erledigen ist. Am besten funktioniert für mich eine Meditation zum Einschlafen. Dafür gibt es bereits zahlreich Apps und die bringen mich wirklich sehr gut in den Schlaf, denn bewusst habe ich das Ende der Meditation nie mitbekommen.

Gretchen durchstöberte viele Bücher zum Thema Meditation und entdeckte die Koan-Meditation.

Happiness Projekt1

Die Koan-Meditation bietet die Möglichkeit, sich beim Streben nach Erleuchtung vom Verstand abhängig zu machen. Das berühmteste Koan lautet: „Zwei Hände klatschen und es gibt ein Geräusch. Was ist das Geräusch einer Hand?“

Ein Koan kann nicht mit dem Verstand erfasst oder mit Worten erklärt werden. Die Koan-Meditation fördert das achtsame Denken, weil es nicht möglich ist, die Bedeutung der Koans durch bekannte, konventionelle Logik zu verstehen. Gretchen merkte dann, dass sie in ihrem Notizbuch einige Koans stehen hatte. Dabei handelte es sich um Zitate aus der Literatur, die sie sich aufgeschrieben hatte, weil ihr diese gefielen. Sie kamen ihr immer wieder in den Sinn, als sie in der Bahn war oder in irgendeiner Warteschlange stand. Währenddessen versuchte sie die Bedeutung dieser Koans zu entschlüsseln und dies beruhigte sie innerlich, brachte ihr aber nicht die Erleuchtung, von denen die Zen-Mönche immer reden.

Untersuchen Sie wahre Regeln

Das Thema Achtsamkeit führt dazu, sich vom mechanischen Denken abzuhalten. Dabei sollte man seine eigenen Prinzipien zusammenfassen, diese sind dann als wahre Regeln beim Treffen von Entscheidungen anzusehen. Wenn man seine Liste fertig hat, stellt man leider auch fest, dass sich viele von ihnen nicht gemeinsam vereinbaren lassen. Es gehört zum Oktober sich seine wahren Regeln genaustens zu überlegen und sich über deren Bedeutung klar zu werden. Gretchen hat sich die Regeln anderer angenommen und ihre eigenen wurden ausgemistet, weil sie nicht mit anderen verwendet werden konnten. Ich selber habe mir auch eine solche Liste zusammengestellt und eine sehr wichtige und bereits auch sehr erfolgreiche Regel von mir lautet: „Begrüße jeden der dir entgegenkommt.

Happiness Project

Wisst ihr wie traurig es ist, dass viele Menschen total mürrisch sind und bloß keinen Kontakt zu anderen aufbauen wollen? Wenn ich auf der Straße unterwegs bin und mir direkt jemand entgegenkommt, dann lächle ich freundlich und wünsche diesem einen „Guten Abend/Tag“. Die Reaktionen sind unterschiedlich, einige schauen auf den Boden und rennen praktisch an mir vorbei – sehr traurig! Und wieder andere bekommen direkt ein strahlendes Lächeln und grüßen sehr freundlich zurück und ja, ich habe sogar endlich, nach einem Jahr im Haus, eine nette Nachbarin kennengelernt. Eine weitere Regel von mir lautet, offener durchs Leben gehen.

Stimuliere dein Geist auf neue Weise

Wie oft sitze ich am Laptop und denke mir: „Maria, jetzt arbeite bitte konzentriert und erledige deine Aufgaben.“ Dann ist er hochgefahren und siehe da, Twitter ist geöffnet und dann schauen wir mal nach, was dort los ist und dann noch nebenbei Facebook und dann sind schon drei Stunden um und mit der To-Do-Liste habe ich noch nicht begonnen. Seit einiger Zeit klebt an meinem Schreibtisch ein Post-It mit der Notiz: „Arbeite konzentriert und gönne dir erst was, wenn du deine Aufgaben erledigt hast.“ Ich weiß nicht warum, aber dieser Zettel hilft mir dabei mich zu konzentrieren, denn bei jedem Versuch anderen Dingen als der Arbeit nachzugehen, sehe ich die Notiz und erledige meine Aufgaben.

So könnt ihr es auch bei allen anderen Dingen handhaben, wie z. B. an der Eingangstür „Schlüssel immer in die Schüssel zu den anderen legen.“ So erspart man sich das Suchen nach dem Schlüssel unter Zeitdruck. Euren Geist könnt ihr auch auf ganz andere Weise stimulieren: Yoga oder Hypnose sollen da sehr gute Helfer sein.

Weitere Aufgabe war auch im Oktober das Führen eines Ernährungstagebuches, denn so wird man achtsamer, was das Essen betrifft. Manchmal weiß man gar nicht, was man sich im Laufe des Tages alles in sich hineinstopft! Viele Mahlzeiten werden zwischendurch unbewusst aufgenommen, erst wenn man sich ein paar Tage lang aufschreibt, was man alles isst, merkt man dies erst. Da ich zurzeit auf Diät bin, weiß ich sowieso was ich zu mir nehme, aber ich werde mir das für später merken.

Der Oktober bedeutet also für uns, mehr darauf zu achten, was wir machen und wie wir Dinge erledigen. Wie treffen wir Entscheidungen und was beeinflusst uns dabei. Wisst ihr, wie eure Entscheidungen beeinflusst werden?

Unterschrift - In Liebe Mia.

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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