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Detoxen mit Säften von Frank Juice

Drei Tage keine feste Nahrung zu sich nehmen und sich nur von kaltgepressten Säften „ernähren“ geht das? Ja, es geht und ich habe mich an dieses Experiment gewagt! Wie es war, wie mir die Säfte von Frank Juice geschmeckt habe und wie es jetzt nach dem Detoxen geht, könnt ihr in diesem Artikel lesen.

Von den Saftkuren von Frank Juice, habe ich durch Twitter, Instagram und andere Blogs erfahren. Lange las ich die Berichte und verfolgte sogar Indra auf Snapchat, wie sie von ihrer Erfahrung sprach, denn dort zeigte sie uns jeden Tag, wie es ihr dabei ging. Dann, nach langem hin und her habe ich mir das Cleanse Level 1 bestellt, einen Liefertermin ausgewählt und dann erhielt ich auch schon ein Paket mit 18 x 500 ml frisch gepresstem Saft. In dem Cleanse Level 1 gibt es am am Tag 2 x Grün, 1 x Rot, 1 x Gold, 1 x Gelb und 1 x Weiß. Jeder Tag beginnt mit einem grünen Saft und endet mit einem weißen Saft.

Mit der Bestellung informierte mich Frank Juice stets über den aktuellen Sachstand meiner Lieferung. Des Weiteren erhielt ich eine E-Mail mit allgemeinen Informationen zum Detoxen sowie eine Ernährungsempfehlung zwei Tage vor dem Detoxen und zwei Tage danach. Auch wurde ich bestens darüber informiert, was während des Detoxen geschieht und mit welchen Reaktionen meines Körpers ich gegebenenfalls zu rechnen habe.  Der Ernährungsplan vor dem Detoxen erklärt, wie ich meinen Körper auf die flüssige Nahrung vorbereite und somit am besten damit klar komme. Hier wird z. B. gesagt, dass man zwei Tage vorher lieber auf Fleisch und Fisch sowie Milch verzichten sollte. Gleichzeitig werden Rezepte für die beiden Tage davor genannt, die ich gerne umgesetzt habe und auch jetzt noch gerne esse.

Dann startete der Prozess des Entschlackens. Ganz anders, als viele dachten, dienen diese drei Tage nicht dazu, abzunehmen. Das Detoxen hilft, den Körper einmal komplett zu reinigen und somit dann die Verdauung und den Kreislauf anzukurbeln, sozusagen einmal Energie tanken, denn die Nieren und der Magen brauchen bei dem vielen Essen, welches wir zu uns nehmen, hin und wieder eine kleine Auszeit. Der erste Tag des Detoxen war selbstverständlich schwierig, plötzlich nichts mehr essen und dann kamen die seltsamen Säfte.

Tag 1
Während der Kur wurde mir empfohlen morgens einen Kräutertee oder eine heiße Zitrone zu trinken, um den Kreislauf zu stimulieren und die Verdauung in Schwung zu bringen. Dann folgte auch schon mein erster Saft.

Grün: Apfel, Sellerie, Gurke, Grünkohl, Spinat, Petersilie, Zitrone, Ingwer

Wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Während des Trinkens schmecke ich die Petersilie heraus, danach die Gurke und am Ende bleibt ein Geschmack von Gurke und Spinat in meinem Mund. Grün ging wirklich sehr langsam runter.  Der nächste Saft machte den Start nicht besser Grün plus.

Grün plus: Birne, Gurke, Brokkoli, Spinat, Minze, Limette, Moringa

Da war mir Grün doch wirklich viel lieber. Ich habe wirklich sehr mit mir gekämpft diesen Saft zu trinken. Ich war kurz vor dem Aufgeben. Grün plus wollte einfach nicht runter und so saß ich fast zwei Stunden später und hatte Grün plus immer noch nicht geleert. Es bringt nichts, denn schließlich habe ich viel Geld für diese Kur ausgegeben, deshalb hieß es an dieser Stelle: „Augen zu und durch“. Immer hatte ich Hoffnung, dass der nächste Saft besser schmeckt, denn es folgte Rot.

Rot: Rote Beete, Karotte, Apfel, Zitrone, Ingwer

Und im ersten Moment war dieser Saft doch wirklich viel besser. Doch dann fing der Ingwer an zu brennen. In diesem Moment verfluchte ich mich bereits dafür, diese Kur gestartet zu haben. Mit viel Mühe habe ich Rot endlich auch geleert, im Endeffekt sogar wirklich etwas besser als Grün plus.

Nachmittags war dann Gold dran und selbst die Zusammenstellung der Inhalte sagte mir, dass ich dieses Mal doch etwas Glück haben werde und mir dieser Saft schmecken wird.

Gold: Ananas, Apfel, Minze

Und dieses Mal war es tatsächlich so! Ich mag diesen Saft, wobei mir dann die Minze am Ende doch zu viel war, aber er war im Vergleich zu den bisherigen eine Erholung. Ich konnte die Flasche schnell leeren und war beinahe traurig, als ich bis zum nächsten Tag warten musste ihn erneut zu trinken.

Am späten Nachmittag war dann Gelb dran und auch hier wieder die Hoffnung, dass es besser wird. Die Zitrone machte mir sogar Hoffnung auf einen sauren Spaß.

Gelb: Zitrone, Agave, Cayenne, Kurkuma

Leider auch hier wieder das Brennen im Hals, zu viel Cayenne. Aber dieses Mal schaffte ich es nicht, die Flasche zu leeren, nicht weil ich den Geschmack nicht mochte, sondern weil ich komplett voll war. Stunden vergingen und ich nahm immer wieder kleine Schlücke und leider bekam ich die Flasche nicht  geleert. Der Tag ist aber nicht mehr sehr lang und ich muss ja noch einen weiteren Saft trinken, also kam der Rest einfach weg.

Ca. eine Stunde vor dem Schlafengehen kam dann der letzte Saft für diesen Tag dran Weiß.

Weiß: Cashew, Datteln, Sesam, Vanille, Zimt, Wasser

Auch hier wieder eine Art Erholung. Ich fand diesen Saft sogar noch köstlicher als Gold, weil es weiß war und mich irgendwie an Milch erinnerte, dachte ich immer daran, warme Milch mit Honig vor dem Schlafen, sorgt für eine gute Nacht. Mein Saft war zwar nicht warm, aber gut geschlafen habe ich wirklich.

Tag 2
Zuerst mit großem Widerwillen griff ich wieder zu Grün. Einerseits hatte ich keine Lust auf diesen Saft und andererseits wollte ich schon gerne normal frühstücken. Aber dann nahm ich die Flasche, steckte einen Strohhalm hinein und trank einfach. Und siehe da, es war nicht mehr ganz so schlimm wie am Tag davor. Ich bekam Grün gut runter und konnte danach auch Grün plus recht zügig leeren.

Einzig Rot und Gelb machten mir an diesem Tag immer noch Probleme. Bei Rot der Ingwer, der im Nachgang brannte und bei Gelb war es der Cayenne. Alle anderen Säfte waren super und bei Gold habe ich die Minze überhaupt nicht mehr wahrgenommen bzw. nicht mehr negativ wahrgenommen. Gold war so super lecker und ich bezeichnete ihn schon als meinen Nachtisch.

Tag 3
Hier war der ganze Tag einfach super! Ich habe fast jeden Saft einfach getrunken, sie schmeckten gar nicht mehr so schlecht. Die zuvor wahrgenommenen Zutaten verschmelzten perfekt zu einem Saft. Selbst Gold konnte ich einfach trinken, zwar brannte der Cayenne noch etwas, aber es war nur ganz kurz und schmeckte dennoch.

Fazit
Tag 1 war für mich wirklich der schlimmste Tag. Ich war genervt und stinkig, weil ich diese – damals noch – ekelhaften Säfte gekauft habe und weil ich sie einfach nicht trinken wollte. Jeder Saft war praktisch eine Herausforderung für mich.

Hunger?

Habe ich aber gar nicht verspürt bzw. klar schon, zu den Zeiten, an denen ich eigentlich etwas Essen würde. Dann trank ich meinen Saft und es wurde gleich besser. Es war zu keinem Zeitpunkt so, dass ich verhungern würde. Ab Tag 2 wurde die ganze Geschichte schon einfacher für mich, die Säfte schmeckten plötzlich anders als am Tag davor, obwohl es immer noch dieselben waren. Ich vermute stark, dass sich meine Geschmacksnerven in dieser Zeit verändert haben und das freut mich. Am Tag 3 war ich am Abend sogar zum Grillen eingeladen, also packte ich meine Säfte ein und ging hin. Ganz ehrlich, ich wurde nicht wehleidig, da ich nichts essen kann. Als die anderen aber ihren Nachtisch aßen, dachte ich daran, ein Stück Fleisch wäre doch jetzt schön, aber ich hielt dem Stand. Mich wunderte in diesem Moment nur, dass ich an Fleisch dachte und nicht an den Nachtisch.

Es gab keinen Ablauf, wann ein Saft getrunken werden muss, wichtig ist nur, dass man sie in der richtigen Reihenfolge trinkt. (Laut der Anleitung hieß es, dass die Flaschen nummeriert sind, dass waren meine aber nicht). Weiß sollte vor dem Schlafengehen getrunken werden, aber nicht genau davor, also habe ich mir hier eine Stunde vorher die letzte Falsche genommen. Die restlichen je nach Bedarf. Gold konnte ich nie austrinken. Ich war einfach zu voll und bekam keinen weiteren Schluck runter, vielleicht lag das an der Zitrone.

Frank Juice-Cashew-Datteln-Sesam-Zimt-Wasser-Vanille-Saftkur-Detox

Nach der Kur habe ich wieder die Ernährungsempfehlungen beachtet. Die erste Mahlzeit war ein Apfel, den ich ganz gründlich kauen musste und die restlichen Sachen an diesem Tag waren ein Drink, eine Suppe und Hafer. Also nichts festes, der Magen kann nach drei Tagen Säften nicht direkt ein Steak verarbeiten.

Ob ich abgenommen habe?

Auch, wenn das nicht Ziel des Entschlackens ist, verliert man selbstverständlich an Gewicht. Es waren ca. 4 kg bei mir. Jetzt habe ich etwa 2 kg wieder drauf, aber ich trainiere ja auch regelmäßig und baue somit Muskelmasse auf. Weil der Magen 3 Tage nur Flüssigkeiten erhalten hat, ist das Volumen etwas geschrumpft, weshalb ich nicht mehr so viel essen kann.

Wie ist es Wochen nach der Kur?

Mir geht’s super. Die Kur hat meinen Kreislauf und den Stoffwechsel bei mir wieder in Schwung gebracht. Ich bin sogar etwas traurig, keine Säfte mehr zu haben, weil das den Morgen erleichtert hatte. Ich brauchte nicht mehr viel Zeit für das Essen einzuplanen. Ich nahm meine Flasche aus dem Kühlschrank und ging dann ins Schlafzimmer um mich fertig zu machen. Außerdem habe ich die Kur extra im Sommer gemacht, an Tagen, wo es noch warm war. Da ist der Hunger bzw. der Appetit kaum vorhanden, da sind solche Nahrungsaufnahmen viel besser. Meine Geschmacksnerven scheinen sich mit der Kur wirklich verändert zu haben, irgendwie probiere ich gerne neue Sachen aus, spiele mit Gewürzen und ich sitze jetzt sogar hier, schreibe diese Zeilen und trinken einen ähnlichen Saft wie von Frank Juice. In Enschede entdecke ich die Raw Lemonade mit Kurkuna, Minze, Zitrone und Agave, mein liebster hat ihn probiert und findet ihn ekelhaft, ich dagegen finde ihn sehr erfrischend. Wenn man aber an meinen Tag 1 zurückblickt, dann würde mir dieser Saft sicherlich auch nicht schmecken.

Unterschrift - In Liebe Mia.

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

3 Kommentare

  • shadownlight

    hey, ich habe eine freundin, die hat das ganz schon einmal vor ca 20 jahren durchgezogen und ich habe es damals schon sehr bewundert. ich glaube, ich würde das nicht durchhalten.
    liebe grüße!

  • Ronja

    Hallo Maria,

    Bzgl. des erwähnten Moringa hätte ich mal eine Frage: Und zwar liest man ja immer wieder von der antioxidativen Wirkung bzw., dass Moringa Oleifera im Kampf gegen die ach so bösen freien Radikale sehr gut sein soll. Wo ich mir aber unsicher bin ist, in welcher Form man das dann zu sich nehmen sollte? Ich meine, es gibt von Kapseln und Tabletten über Shampoos und Cremes, sogar bis hin zu Schokolade, lauter Produkte die alle das gleiche versprechen. Nun kann ich mir aber kaum vorstellen, dass die Wirkung beim Schokolade futtern die Gleiche ist, wie wenn man sich bspw. hoch konzentriertes Pulver oder so kauft.

    Kannst du dazu einen Tipp geben? Oder sonst jemand? Ich tendiere momentan dazu, mir eher ein richtiges Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Auch hier gib es aber viele Unterschiede. Gibt es irgendeinen bestimmten Wert auf den man achten sollte? Muss es BIO sein?? Fragen über Fragen, sorry… 🙂

    Stand jetzt würde ich mir wohl am ehesten diese BIO-Kapseln hier zulegen: http://sanasis.ch/de/moringa-kapseln.html
    Lasse mich aber gerne noch eines besseren belehren!!!

    Liebste Grüße und vielen Dank,
    Ronja

    • Maria

      Hallo Ronja,

      ich habe mich noch gar nicht so mit Moringa auseinandergesetzt, aber bei den ersten Recherchen im Netz fand ich heraus, dass Moringapflanzen bei der Bekämpfung von Mangel- und Unterernährung eingesetzt werden. Die Einnahme des Moringapulvers hat einen gewichtssteigernden Effekt. Des Weiteren fand ich Artikel die wiederlegen, dass Moringa als DAS Superfood mehr Vitamine hat, als alle wichtigen Lebensmittel. Es hat zwar viele Vitamine, aber nicht so viele, wie von den Unternehmen dieser Kapseln angepriesen wird. Du kannst selbstverständlich auch die BIO-Kapseln bestellen und deinem Körper auch somit eine Extrazufuhr an Vitaminen gönnen, allerdings tun dies richtige Lebensmittel auch oder, wenn du magst, auch andere Nahrungsergänzungsmittel. Vielleicht informierst du dich bei deinem Arzt, ob und welche Nahrungsergänzungsmittel du zu dir nehmen solltest.

      Ich würde ich über eine Rückmeldung freuen.

      Liebe Grüße
      Maria

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