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Geschichte einer Seele – Rezension

Ausnahmsweise einmal ein ganz anders Buch. Die Geschichte einer Seele von Therese Martin, der Heiligen von Lisieux. Ein Buch, welches von einem jungen Mädchen handelt, die bereits in sehr frühen Jahren ihre Liebe zum Herren entdeckt und sich mit Tränen und Fleiß bereits sehr früh den Weg ins Kloster erkämpfte. Es ist aufgebaut in drei zeitlich verschiedenen Manuskripten: Es sind einmal die Erinnerungen an ihre Kindheit, die sie 1895/1896 für ihre Ordensmutter und leibliche Schwester Pauline aufgeschrieben hat; dann die Fortsetzung dieser Aufzeichnungen von 1897, die sie der neuen Priorin des Karmel von Lisieux widmete. Hier schildert Therese ihr Leben im Kloster, ihre eigenen Erfahrungen in der Liebe zu Gott, dem Verlangen nach einem vollkommenen, heiligen Leben. Sie denkt über das Verhältnis des Christen zum Mitmenschen über die eigene Berufung nach. Es folgen noch ein Brief an ihre ältere Schwester, die im gleichen Karmel lebte, und Berichte über Thereses Krankheit und Sterben, welche als Schlusskapitel eingearbeitet wurden.

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Warum dieses Buch? Im Rahmen meines Happiness Projektes im August bekam ich die Aufgabe mir eine spirituellen Meister zu suchen und diesem nachzueifern. Gretchen berichtete dabei kurz von der Heiligen Therese von Lisieux und schon wollte auch ich mehr von der Heiligen Therese von Lisieux lesen. Der Schreibstil dieses Buches ist sehr gehoben und beinhaltet viel der christlichen Sprache und aus diesem Grund ist das Buch auch wirklich schwer und anstregend zu lesen, aber der Inhalt ist goldwert. Die Heilige Therese von Lisieux eiferte sehr nach einem vollkommenen heiligen Leben. Sie inspirierte mich in dem Sinne, dass sie nie menschentypische Verhalten zueinander an den Tag legte. Lebte im Kloster eine Schwester mit ihr, die der Heiligen Therese nie etwas Gutes gewünscht hatte und ihr ständig Steine in den Weg legte, lächelte die Heilige Therese ihr dennoch freundlich zu und sprach auch mit anderen in den besten Tönen von dieser Schwester. Jeder andere von uns würde eine solche Person ignorieren oder mit den selben Dingen strafen, die sie uns antut, doch die Heilige Therese hat nie daran gedacht dieser Schwester etwas Schlechtes zu wünschen. Sie hatte auch überhaupt nicht vor, diese Schwester mit ihrer Freundlichkeit zu ärgern.

In der Zeit ihrer Krankheit war die Heilige Therese ebenfalls sehr bescheiden. Sie versuchte ihre Schmerzen zu unterdrücken. Sie jammerte nie und bat auch nicht um Hilfe. Im Gegenteil, sie wollte absolut niemanden zur Last fallen und quälte sich selbst mit hohem Fieber und Schwindelgefühl in die Gebetsstunden und erledigte ihre Arbeiten im Kloster. Sie zeigte mir, wie bösartig wir Menschen doch eigentlich sind. Es ist seltsam das Wort „bösartig“ zu verwenden, aber genau so ist es doch. Sind wir krank – meist ist es nur eine kleine Erkältung – jammern wir den ganzen Tag herum, wie schlecht es uns doch geht. Selbst wenn wir nicht krank sind, jammern wir, dass es uns schlecht geht. Sind andere Menschen unfreundlich zu uns, sind wir direkt auch unfreundlich zu denen. Warum denn? Wäre die Welt nicht besser und vor allem unser Leben nicht besser, wenn wir immer freundlich zu jedem sind? Was bringt uns das eigentlich schlecht über andere zu reden? Was bringt es uns anderen Steine in den Weg zu legen? Absolut gar nichts! Die Geschichte einer Seele ist ein ganz besonderes Buch, weil die Person, dessen Erzählungen hier niedergeschrieben sind, etwas ganz besonderes war und die Welt wirklich mehr solcher Menschen benötigt.

Unterschrift - In Liebe Mia.

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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