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Das Happiness Projekt – Februar

Das Happiness Projekt, oder: Wie ich ein Jahr damit verbrachte, mich um meine Freunde zu kümmern, den Kleiderschrank auszumisten, Philosophen zu lesen und überhaupt mehr Freude am Leben zu haben, von Gretchen Rubin. Im Januar haben wir den Grundstein gelegt, wir haben zwölf Gebote aufgestellt, an denen wir arbeiten wollen, wir haben eine To-Do-Liste erstellt, mit Aufgaben, die wir sonst ständig vor uns herschieben und wir haben uns die üblichen „Vorsätze“ gesetzt (früher schlafen, mehr Sport).

Happiness Projekt1

Nun, ich bin im Januar nicht mit meinen Aufgaben fertig geworden, so wie Gretchen, aber ich mache mir keinen Druck, ich gehe die Aufgaben auf jeden Fall noch an, manches Mal dauert es nur etwas bis gewisse Dinge erledigt werden können und ein anderes Mal erledigen sich die Aufgaben von alleine.

Im Februar ging es nicht um das Tanken der Energie, wie im Januar, sondern um die Ehe. „Denken Sie an die Liebe“, dies war die große Überschrift des nun vergangenen Monats.

Ganz groß waren hier die folgenden Unterpunkte:

♥Hören Sie auf, herumzunörgeln
♥Erwarten Sie weder Lob noch Anerkennung
♥Kämpfen Sie mit fairen Mitteln
♥Laden Sie Ihre Probleme nicht bei Ihrem Partner ab
♥Zeigen Sie Ihre Liebe

Wahrscheinlich war der Tag der Liebe für dieses Thema im Februar ausschlaggebend.

Wer jetzt denkt, dass er, da er Single ist, dieses Thema nicht aufgreifen kann, der irrt! Ich dachte auch zuerst, wozu lese ich dieses Kapitel? Ich bin schließlich nicht verheiratet und lebe alleine. Aber je tiefer ich in dieses Kapitel eingedrungen bin, um so mehr stellte ich fest, dass ich mich doch wiedererkenne.

Happiness Projekt3

„Denken Sie an die Liebe“, kann sich nicht nur auf den Partner beziehen, sondern auch auf die Familie oder auf Freunde. In einem hervorragenden Beispiel nennt Gretchen einen Abend, in dem sie am Küchentisch saß und Postkarten fertigte. Sie war genervt, weil ihr Mann auf dem Sofa vor dem Fernseher saß und ihr nicht half.

Sie stellte fest, dass es keinen Sinn ergab, jetzt sauer auf ihren Mann zu sein. Sie wollte die Postkarten versenden. Warum sollte ihr Mann dann jetzt daran arbeiten? Und solche Situationen kenne ich sehr gut. Ich möchte etwas Bestimmtes machen, und wenn die Person in meinem näheren Umfeld mir nicht von alleine hilft, werde ich sauer. Doch es war von vornherein mein Vorhaben und der darauf folgende Streit war pure Zeitverschwendung.

Ganz begeistert war ich von der Kategorie „Erwarten Sie weder Lob noch Anerkennung“. Was passiert, wenn man schwer an einer bestimmten Sache arbeitet, man selber stolz auf sich ist aber es von den Menschen in der näheren Umgebung nicht so anerkannt wird, wie man es gerne hätte? Richtig, wir sind beleidigt und denken, dass unser Tun von anderen nicht wertgeschätzt wird. Manchmal ist es aber so, dass unser Handeln doch Anerkennung findet, allerdings wird diese Anerkennung nicht ausgesprochen. Wir können nicht verlangen, dass wir ständig gelobt werden, also erwartet dies auch nicht von den anderen, dann spart ihr euch den Frust. Dieser Frust wird ja anschließend beim Partner ausgelassen, was zu einem unnötigen Streit ausartet. Warum streiten, wenn man die Zeit auch anders verbringen kann? Für den Fall, dass euer Partner von sich aus auf die Idee kommt, euer Handeln zu loben ist die Freude darüber besonders groß. Als kleiner Tipp verlangt ihr Lob von anderen für euer Tun, dann verteilt selber auch ausreichend Lob.

Im Februar habe ich also überwiegend an mein Verhalten anderen gegenüber nachgedacht. Ich habe mir Notizen gemacht und an dem Miteinander gearbeitet. Beachtet ihr die oben genannten fünf Punkte erspart ihr euch viele Streitigkeiten und somit viel Energie und verschwendet weniger Zeit. Ein Streit ist anstrengend und in der Zeit, in der man sich streitet, kann man auch viel schönere Dinge tun, an die man später gerne zurückdenkt. Es gibt Tage, da muss man sich selber an die fünf Gebote erinnern, manchmal beginnt man das Nörgeln und kaum hat man den ersten Satz ausgesprochen, denkt man daran, dass man keine Probleme beim Partner abladen möchte, schnell formuliert man die folgenden Sätze um und schon nörgelt man nicht mehr, sondern man sucht nach Rat. Dies freut natürlich auch deinen Partner, denn dieser stellt fest, dass dir seine Meinung wichtig ist.

Fassen wir zusammen, für den Monat Februar kann jeder von uns etwas dazulernen. Wir sind schließlich alle etwas nöckelig und wenn ihr euch selber beobachtet, dann merkt ihr auch, wie nervig das doch eigentlich ist. Jedes Meckern und jede Unzufriedenheit führt dazu, dass wir unglücklich sind und wenn wir unglücklich sind, verpassen wir all die schönen Tage, die wir mit viel Spaß hätten verbringen können. Wir hätten so viel unternehmen können und wir würden im Nachhinein nichts bereuen.

Somit bitte ich euch und mich persönlich auch, bevor wir etwas anmerken, weil ein anderer dies nicht getan hat oder etwas getan hat, was wir nicht wollten, überlegen wir zweimal, ob wir dies wirklich sagen sollen oder ob es nur Zeit- und unnötige Energieverschwendung ist. Und wenn wir unsere Gedanken doch aussprechen wollen, dann überdenken wir die Art, wie wir dies unserem Gegenüber kundtun. Jedes Handeln hat schließlich Konsequenzen und wir wollen doch ein glückliches Leben führen und jeden Augenblick genießen.

Dies war also der Weniger-Nörgeln-Februar. Im März geht es dann um die Arbeit und wie wir mehr erreichen. Der erste Unterpunkt heißt schon „Erstellen Sie einen Blog“. Das klingt doch vielversprechend, stimmt’s?

Du hast den Januar verpasst? Kein Problem hier kannst du nachlesen, wie wir alle unter Aufschieberitis leiden.

Das Happiness Projekt – Januar

Unterschrift - In Liebe Mia.

 

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

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