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Sponsoring Post, was dagegen?

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Wo wird man damit nicht konfrontiert? Immer dieselben Sätze, wenn jemand etwas gesponsert bekommt, ist seine Meinung nichts mehr Wert, er steht hinter dem Sponsor.

Dann gibt es aber wahrhaftig die unter uns, die sich so mega über Sponsoren freuen und natürlich weiter mit denen kooperieren möchten, welche riskieren Missgunst bei den so hart erarbeiteten Lesern zu wecken und den Sponsoren gewaltig in den Popo kriechen. Sorry dafür kein Verständnis!

Gespräche mit anderen Bloggern ergaben, dass die Meinungen sehr auseinander schweifen.

Kommen wir erst mal zur Frage, was ist ein gesponsorter Post?
Gesponsert wird man, sobald hinter einem Beitrag den man verfasst eine Firma steht. Sei es durch Produkte, die man erhält, um darüber zu berichten, oder eben auch in Form von Geld.

Verkaufen sich Blogger, wenn sie mit Firmen zusammenarbeiten?
Nein! Sehen wir uns das Mal so an: Wenn ein Blogger, der sich ständig über neu eingelieferte Produkte informiert und sich diese dann kauft, testet und dann auf dem Blog darüber berichtet. Er hat Geld investiert, um seinen Lesern einen Überblick über diese Produkte zu liefern, so könnt ihr nachlesen, ob es sich denn lohnt, für dieses Produkt Geld auszugeben. Also ein Vorteil für euch, wenn das Produkt nicht das hält, was es verspricht, habt ihr euch das Geld gespart.

Wenn ein Blogger diese Reviews ständig macht und seine Berichterstattung sehr umfangreich ist, investiert er somit eine menge Geld in die Produkte und eine menge seiner freien Zeit. Wenn dann irgendwann mal eine Firma auf diesen Blogger stößt und erkennt, dass die Beiträge Mehrwert haben und die Leser auf die Meinungen des Bloggers reagieren, sprich, bei Empfehlungen nachkaufen. Kann die Firma so, den Blogger unterstützen und ihm z. B. bei der nächsten Produkteinführung ein Testpaket zukommen lassen. So hat der Blogger Geld gespart und die Firma eine Art neue Werbung finanziert. Die Beiträge eines guten Bloggers ändern sich dann nicht.

Denn die Meinung des Bloggers sollte weiterhin so ehrlich sein, wie sie es bisher waren. Ist das Produkt gut? Dann schreib, dass es gut ist. Hat dieses Produkt gewisse Nachteile bzw. schlechte Eigenschaften? Dann schreib auch darüber. Bleibe also dir, deinem Blog und deinen Lesern treu und krieche nicht der Firma in den Hintern. Doch vorsicht bei Kritik! Diese solle konstruktiv sein! Begründet die schlechten Eigenschaften, genauso wie du die guten Eigenschaften hervorheben würdest!

Eine gute Firma wird dir für deine Ehrlichkeit danken, deine Kritik aufnehmen und ihr Produkt eventuell noch einmal überarbeiten (natürlich nur dann, wenn sie von mehreren Seiten ein schlechtes Ergebnis erhält).

Es gibt natürlich da auch noch eine Kehrseite der Medaille. Denn leider sind ein paar Firmen auch so, dass sie nur eine gute Berichterstattung erhalten möchten. Kritik möchten sie nicht hören und im Idealfall geben sie dir sogar den Text vor.  Wenn du dies tust, dann kannst du die oben gestellte Frage bejahen, du hast dich verkauft. Du bist deinem Blog und deinen Lesern nicht treu geblieben, bist mehr scharf auf die Produkte oder das Geld und machst einfach alles, um weiterhin mit dieser Firma zusammenzuarbeiten. Was hat das Unternehmen davon? Richtig, eine kostenlose Werbeplatzierung.

Warum sollten Blogger überhaupt mit Unternehmen zusammenarbeiten?
Ihr, als unsere Leser, mögt den Blog, schaut häufig rein, lest die Beiträge und kommentiert fleißig. Je mehr Beiträge, je mehr Leser, desto anspruchsvoller wird der Blog. Der Blogger arbeitet härter und häufiger am Blog und ja, er beginnt, in den Blog zu investieren. Sprich, er schafft sich eine eigene Domain – die ja Geld kostet – er schafft sich ein neues Design, meist mithilfe eines IT-Fachmannes – der wiederum, Geld kostet – oder, wer das nötige Know-how hat, macht sich ein eigenes Design – was sehr viel Zeit kostet, Zeit, in der man irgendwo arbeiten könnte, um Geld zu verdienen – oder aber auch man kauft sich ein Design – ja, auch das kostet Geld -. Meistens wird auch in der Bloggerausrüstung aufgestockt. Neue Kamera, bessere Lichtquellen, neuer Rechner, ein Tablet, und, und, und.

Wie ihr sehen könnt, ein Blogger tut vieles, um den Lesern einen guten Blog zu bieten, er steckt jede menge Geld und Zeit rein. Warum dann also nicht mit Unternehmen kooperieren, um etwas zurückzuerhalten? Würdet ihr ja schließlich auch tun.

Sponsoring Post, ja oder nein?
Als Blogger kannst du gerne Kooperationen eingehen, solange du dir einfach treu bleibst! Mach weiterhin dein Ding, und wenn von dir Sachen verlangt werden, die du nicht tun möchtest, dann lass es auch! Es werden andere Kooperationen folgen. Nimm nicht immer alles, was du angeboten bekommst, denn das wirkt schnell billig und deine Leser werden dies erkennen und dir die Meinung geigen. Mit einem Unternehmen kann man auch gut verhandeln, sag ganz klar, wie du arbeitest und was du von denen verlangst, ihr werdet bei diesen Gesprächen schon auf einen Nenner kommen.

Vergiss deine Leser nicht dabei. Sie haben dir diese Chance ermöglicht, ohne deinen Traffic, wäre das Unternehmen nicht auf dich gestoßen, denn ohne Leser ist ein Blog nichts Wert, egal wie gut die Schreibe ist. Sorge für Transparenz und kennzeichne die gesponsorten Beiträge, denn verheimlichst du dies und die Leser finden es mal heraus, und glaube mir, dass werden sie, wirst du nicht mehr lange erfolgreich arbeiten können.

An den Leser, wenn du deinem Blogger längere Zeit vertraust, den Blog regelmäßig verfolgst und die Meinung des Bloggers gut findest, dann gibt es keinen Grund, dem Blogger nicht mehr zu vertrauen. Du wirst schon selber merken, wann der Blogger die Wahrheit sagt und wann er nur für das Unternehmen spricht.

Sponsorierung Post ja, aber mach es richtig!

 

Wie stehst du zu Sponsoren?

Unterschrift - In Liebe Mia.

 

25 Jahre alt und Bloggerin seit November 2011. Ich lese gerne und mag die Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell belege ich einen Kurs zum Thema Bloggen an der ILS.

Ein Kommentar

  • maya

    schöner Bericht! ich finde solche posts nicht schlimm, so lange ich den blogger dahinter noch „erkenne“. viele Mädels, die nur noch 2-3 post am tag raushauen und alles sind gesponserte Sachen, finde ich nicht ehrlich und die lese ich dann einfach auch nicht mehr. wenns einem nicht gefällt, muss man ja nicht bei dem blogger bleiben.
    wenn die Mädels ab und zu etwas zeigen, dass sie zum testen zugeschickt bekommen haben und man am schreibstil erkennen kann, dass es halbwegs ehrlich ist, dann habe ich kein problem damit. 🙂

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